Das wilde Schneeglöckchen

Es liegt noch Schnee und wer schaut bereits daraus hervor? Richtig, das Schneeglöckchen. Es gehört zu den allerersten Frühlingsboten, ist aber wenig spektakulär, es sei denn, es tritt in Massen auf.

Vom unscheinbaren Entlein zum weißen Schwan – Stephan Gohmann

Jeder kennt es und in vielen Gärten hat es ein Zuhause gefunden. Dennoch ist sein Erscheinungsbild eher bescheiden, wächst es doch gerne im Schatten, beispielsweise unter Gehölzen und lässt dort seine weißen Blüten leuchten.

Reinweiß ist die Blüte des Schneeglöckchens nicht, doch das dürfte nur wenigen auffallen.

Farblich setzen andere Frühblüher deutlich mehr Akzente. Continue reading „Das wilde Schneeglöckchen“

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Erfolgreiche Mehlwurm- und Buffalozucht

Noch ist Winterzeit und wir füttern unsere daheim gebliebenen Vögel mit Körnerfutter oder Fettfuttersorten. Im Frühjahr, wenn die Tiere mit der Brut beginnen, brauchen viele Arten aber Insekten, die es in unseren immergrünen „Friedhofsgärten“ allerdings kaum noch gibt. Außerdem leidet die Insektenvielfalt auch an Giften, die wir gegen sie und andere einsetzen. Vielleicht ist ja eine Mehl- oder Buffalowurmzucht sinnvoll, um der Vogelwelt unter die Arme sprich Flügel zu greifen.

Mit Mehl- und Buffalowürmern insektenfressenden Vögeln helfen? – Stephan Gohmann

Um im Frühjahr über ausreichend Mehl- beziehungsweise Buffalowürmer zu verfügen, muss man rechtzeitig mit der Zucht beginnen, sofern man nicht ständig welche kaufen will. So etwas ist gar nicht mal schwer, also nicht lange fackeln und anfangen, heißt die Devise.

Gezüchtet wird auf Weizenkleie, gefüttert mit altem Brot und Apfelhälften. Hier wurde beides zu Fotozwecken umgedreht. Normalerweise sitzen die Mehlwürmer darunter.
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Winterharte Zistrose

Zum ersten Mal habe ich diese Pflanze im botanischen Garten in Osnabrück gesehen, wo sie seit vielen Jahren schöne Bestände bildet, und später dort auf einer Tauschbörse auch erworben. Aber erst ein selbst gezogener Sämling hat es in unserem Garten geschafft, sämtliche Winter zu überdauern.

Die Lorbeerblättrige Zistrose [Cistus laurifolius] – Stephan Gohmann

Cistus laurifolius hat wunderschöne weiße Blüten mit intensiv gelben Staubfäden in der Mitte.

Bei der Lorbeerblättrigen Zistrose handelt es sich um ein bis 1,5 Meter hoch werdendes, mediterranes Gehölz, das allerdings nur selten im Handel zu finden ist. Bei mir wächst sie auf einem Beet an der Terrasse, bekommt dort erst gegen Mittag Sonne und ist mit unserem eher trockenen Sandboden recht zufrieden. Hier hat die Zistrose keine Staunässe, die ihr so gar nicht bekommt. Gemulchte Exemplare auf humosem Boden sind mir allesamt eingegangen. Die Wurzeln nehmen Schaden, die Pflanze verkümmert und verwelkt schließlich. Der Boden sollte nicht kalkhaltig sondern unbedingt schwach sauer sein. Continue reading „Winterharte Zistrose“

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Futterstelle mit beheizter Vogeltränke

Bis dato besaß ich über mehrere Jahre nur einen einzigen Futterspender. Der funktioniert auch nach wie vor gut, dennoch interessierte mich, ob im Vergleich dazu andere Futterstellen besser oder schlechter angenommen werden. Außerdem wollte ich in der jetzigen Frostperiode gerne eine beheizte Futtertränke anbieten. Das ist dabei heraus gekommen.

Vogelfütterung für Tüftler – Stephan Gohmann

Meistens benötige ich keine spezielle Vogeltränke, habe ich doch Miniaturteiche bestehend aus 90 Liter fassenden Mörtelkübeln im Garten deponiert, die in der warmen Jahreszeit vor allem von meinen Bienen gerne genutzt werden. Während einer längeren Frostperioden frieren die jedoch zu und stehen durstigen Vögeln somit nicht mehr zur Verfügung. Also sollte was Beheizbares her, vorzugsweise ohne Strom so mein Wunsch, und darum entschied ich mich für eine Tränke mit „Ölkerzenheizung“.

Ein roter Kunststoffübertopf, ein weisser, tiefer Salatteller mit einem Futternapf als Landeplatz, ein paar Stücke Gartenschlauch, eine Grabkerze und etwas Sand sind die Bauteile für diese Vogeltränke.

 

In den Übertopf habe ich zwecks besserer Standfestigkeit 10-15 cm hoch feuchten Sand eingefüllt und dann eine Grabkerze hinein gesteckt. Continue reading „Futterstelle mit beheizter Vogeltränke“

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Der blühende Wintergarten

Auch um diese Jahreszeit müssen die Beete keinesfalls völlig kahl und blütenlos sein. Soll uns zur Winterzeit im Garten etwas blühen, muss man rechtzeitig geeignete Kandidaten anpflanzen.

Wie Winterblütenträume wahr werden – Stephan Gohmann

Wenn von einem blühenden Garten mitten im norddeutschen Winter die Rede ist, hat das selbstverständlich nichts mit der Blütenfülle zu tun, die wir vom Frühjahr her kennen. Dennoch gibt es ein paar Pflanzen, die uns auch in der kalten Jahreszeit mit einigen Farbtupfern erfreuen.

Als ich den Winterjasmin das erste Mal sah, hielt ich ihn für eine Forsythie und wunderte mich, das er zum Jahreswechsel blühte.

So sieht eine Forsythienblüte aus.

Der Winterjasmin ist ein sehr anspruchsloses Gewächs, selbst auf unserem Sandboden fühlt er sich pudelwohl. Er kann ranken, gehört zu den Spreizklimmern und hat somit keine Haftorgane, sondern verkeilt sich in Rankgittern oder anderen Pflanzen. Durch Absenker ist er problemlos zu vermehren, im Grunde lässt sich das gar nicht verhindern. Vielmehr muss man ihn im Zaum halten, indem man solche Ableger ausgräbt und verschenkt, an anderer Stelle auspflanzt oder ausreichend zerkleinert kompostiert. Übrigens wirkt der Winterjasmin aufgrund seiner stets grünen Triebe als wäre er immergrün. Dennoch wirft auch er im Herbst sein Laub ab, achten Sie mal darauf. Da er an einjährigen Trieben blüht, macht es Sinn, ihn bald nach der Blüte zurück zu schneiden. Nicht zu radikal, maximal ein Viertel, sonst fällt die Blüte dürftiger aus. Schön ist, dass er nicht auf einmal, sondern nach und nach erblüht. Man hat also recht lange was davon, sofern ihm keine Daufrostperioden Einhalt gebieten. Die schaden aber nur den Blüten, nicht den Knospen oder der Pflanze selbst. Continue reading „Der blühende Wintergarten“

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Kamelien wollen in den Garten

Langsam aber sicher beginnt in diesen Tage die Kamelienzeit, soll heißen alle Jahre wieder so um die Weihnachtszeit tauchen die ersten Pflanzen im Handel auf und sicherlich fragt sich da manch einer, ob er vielleicht mal einen Versuch wagen sollte mit dieser …

… Rose des Winters – Stephan Gohmann

Kamelien können sehr unterschiedliche Blüten haben

Die Heimat der einige Meter hoch werdenden und mit dem Teestrauch verwandten Kamelien liegt in Ostasien. Mit Asien verbindet man Sonne, Wärme, Urwald und so müsste sich die Kamelie in unseren Wohnzimmern eigentlich richtig wohlfühlen, sollte man meinen. Tut sie natürlich nicht, da Asien nur zum Teil in den Tropen liegt. Nimmt man solch eine Pflanze mit nach Hause und stellt sie in einer beheizten Umgebung auf, so verliert sie meist binnen kurzer Zeit sämtliche Blüten. Kühl braucht sie es, gerne auch kalt, aber keinen Dauerfrost. In ihrer Heimat sollen sie zeitweise sogar komplett einschneien. Dort haben sie es dann dunkel, sogar für längere Zeit, aber halt nur kalt und nicht eisig wie bei uns. Ganz im Gegenteil, der Schnee isoliert und schützt vor Minusgraden. Bekommen aufblühende, das heißt bereits leicht farbige Knospen Frost, fallen sie ebenso wie bei Wärme ab und drum hat man als Kamelie schnell den Ruf einer launischen Diva weg. Continue reading „Kamelien wollen in den Garten“

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Winterfütterung heimischer Vogelarten

Die Fütterung der hierzulande überwinternden Vogelwelt hat nicht zwingend etwas mit Naturschutz zu tun, dennoch bereitet sie unzähligen Menschen und wohl auch den Vögeln viel Freude. Wenngleich die Winterfütterung in Naturschutzkreisen durchaus kontrovers diskutiert wird, haben besagte Kreise dennoch den Spaßfaktor der Sache erkannt, wenn nicht sogar anerkannt.

Winterfütterung , preiswert und gut – Stephan Gohmann

Gerade mal 10 bis 15 Vogelarten profitieren von der Winterfütterung und die seien noch nicht einmal im Bestand gefährdet, heißt es. Also bei mir sieht die Gästeliste wie folgt aus: Kohlmeise, Blaumeise, Dompfaff, Buchfink, Grünfink, Rotkehlchen, Kleiber, Amsel. Das sind die Stammgäste. Seltener tauchen Buntspecht, Zeisig, Stieglitz oder andere Meisenarten wie Schwanz-, Hauben- und Tannenmeise auf. Tauben, Krähen, Elstern sowie Eichelhäher nehmen nur an der Bodenfütterung teil und sind lediglich zeitweise zugegen. Auf 15 verschiedene Arten komme ich somit problemlos, sehr viel mehr könnten es gar nicht werden, andere Arten überwintern hier nun mal nicht. Sperling und Zaunkönig fehlen mir in meiner „Sammlung“. Was die Gefährdung angeht, so kann ich das kaum einschätzen. Den Dompfaff sehe ich im Sommer ganz selten, während der Winterfütterung sind mehrere fast ständig anwesend. Meisen scheint es dieses Jahr deutlich weniger zugeben als im vergangenen Winter, das betrifft, so mein Eindruck, insbesondere die Blaumeisen. Continue reading „Winterfütterung heimischer Vogelarten“

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