Futterstelle mit beheizter Vogeltränke

Bis dato besaß ich über mehrere Jahre nur einen einzigen Futterspender. Der funktioniert auch nach wie vor gut, dennoch interessierte mich, ob im Vergleich dazu andere Futterstellen besser oder schlechter angenommen werden. Außerdem wollte ich in der jetzigen Frostperiode gerne eine beheizte Futtertränke anbieten. Das ist dabei heraus gekommen.

Vogelfütterung für Tüftler – Stephan Gohmann

Meistens benötige ich keine spezielle Vogeltränke, habe ich doch Miniaturteiche bestehend aus 90 Liter fassenden Mörtelkübeln im Garten deponiert, die in der warmen Jahreszeit vor allem von meinen Bienen gerne genutzt werden. Während einer längeren Frostperioden frieren die jedoch zu und stehen durstigen Vögeln somit nicht mehr zur Verfügung. Also sollte was Beheizbares her, vorzugsweise ohne Strom so mein Wunsch, und darum entschied ich mich für eine Tränke mit „Ölkerzenheizung“.

Ein roter Kunststoffübertopf, ein weisser, tiefer Salatteller mit einem Futternapf als Landeplatz, ein paar Stücke Gartenschlauch, eine Grabkerze und etwas Sand sind die Bauteile für diese Vogeltränke.

 

In den Übertopf habe ich zwecks besserer Standfestigkeit 10-15 cm hoch feuchten Sand eingefüllt und dann eine Grabkerze hinein gesteckt.

Den Aufbau meiner Tränke erkennt man auf den beiden Fotos. Nachts leuchtet der rote Übertopf aufgrund der darin brennende Kerze. So sehe ich recht gut, ob sie noch heizt. Auf den Rand aufgesetzte, längs durchschnittene Stücke eines dicken Gartenschlauches dienen als Abstandshalter und Antirutschhilfe. So bleibt trotz aufgesetztem Teller ein Luftspalt für die Kerze vorhanden, zusätzlich hat der Teller mehr Halt, wenn Vögel auf ihm landen. Ein kleiner Futternapf, den ich in den weißen, in meinen Augen recht glatten Salatteller gestellt habe, dient als zusätzlicher Landeplatz. Bisher sehe ich allerdings selten, dass Vögel die Tränke überhaupt nutzen. Ob sie ihnen nicht gefällt, ob sie vorzugsweise Schnee aufnehmen oder anderswo trinken, entzieht sich meiner Kenntnis. Reger Betrieb war allerdings auch an meinen Mörtelkübeln nie vorhanden. An den Futterplätzen ist und war immer weitaus mehr los.

 Aus zwei unterschiedlich großen Plastikuntersetzern habe ich diesen überdachten Futterplatz für eher bodenorientierte Gäste gebaut. Amseln, Rotkehlchen und Meisen haben ihn sofort angenommen. Damit Regenwasser ablaufen kann, ist der Verbindungsstab, ein Stück Eichenholz, oben schräg abgesägt und der untere Teller mit ein paar Löchern versehen.

Manche Vögel tun sich schwer, auf oder an Futterspendern zu landen, beziehungsweise dort Halt zu finden und fressen lieber Nahrung, die am Boden liegt. Die wird allerdings schnell mal nass, wenn man sie einfach austreut. Aus diesem Grunde wollte ich meiner Vogelwelt eine simple, preiswerte Überdachung anbieten. Obiges Foto zeigt die wirklich einfach herzustellende Konstruktion. Damit die beiden Schrauben, die die Untersetzer am Verbindungsstab halten, nicht ausbrechen, habe ich jeweils oben und unten eine große Unterlegscheibe verwendet. Außerdem hatte ich Angst, dass jeder Windstoss die Futterstelle fortbläst und deshalb aber auch als Wasserabfluss, ein paar Löcher in die Bodenschale gebohrt. Am Rand ist durch zwei dieser Löcher stabiler, U-förmiger, Draht in den Boden gesteckt, zumindest in der Theorie. Leider war die Erde so stark gefroren, dass das zunächst einmal nicht so richtig klappte, wie man sieht. Jetzt warte ich auf Tauwetter, um die Befestigung zu optimieren.

Meine „Futterspender-Teststand“. Rechts mein altbewährter Spender, links der neue.

 

Bei diesem Futterspender hat man zwei Öffnungen, in die die Futter suchenden Vögel ihren Kopf stecken müssen. Zwei Haltestangen dienen als Sitzplatz. Befüllt wird er von oben, indem man den Deckel hoch zieht.

Sich das Futter aus dieser Öffnung heraus zu holen, müssen die Vögel wohl erst einmal lernen. Ich habe das Gefühl, sie tun sich etwas schwer damit, denn meinen alten Futterspender befülle ich viel öfter. Auch dann, wenn beide mit den beliebteren Sonneblumenkernen beladen sind.

Dieser Spender wird von fast allen Vögeln bevorzugt benutzt. Selbst die Rotkehlchen haben das inzwischen gelernt. Amseln fressen aber ausschließlich vom Boden. Während Meisen sich einen Sonnenblumenkern schnappen, ihn andernorts öffnen und verzehren, sitzen Dompfaff oder Buchfink lange in aller Seelenruhe am Futterspender, derweil die restliche Vogelschar wartet, bis der Platz wieder frei wird.

Fülle ich ihn jedoch mit Hanfsamen, wird er weitaus weniger besucht. Es geht doch nichts über Sonnenblumenkerne.

Zum jetzigen Zeitpunkt empfehle ich obigen Spender, gefüllt mit Sonnenblumenkernen, dazu eine Futterstelle am Boden, vorzugsweise eine überdachte, die man mit einer Mischung aus Sonnenblumenkernen, geknackten Walnüssen inklusive der Schalen und etwas Hanfsamen befüllt. Übrigens sind Meisenknödel, so mein Eindruck, nur bei Krähen und Elstern der Renner, die sie dann abreißen und komplett mitnehmen. Um das zu verhindern, muss man sie in einen Meisenkugelhalter aus Metall sperren, den man mittels Draht diebstahlsicher befestigt. Meisen sehe ich da aber kaum.

Die wollen … na, was wohl? Richtig! Sonnenblumenkerne.

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Der blühende Wintergarten

Auch um diese Jahreszeit müssen die Beete keinesfalls völlig kahl und blütenlos sein. Soll uns zur Winterzeit im Garten etwas blühen, muss man rechtzeitig geeignete Kandidaten anpflanzen.

Wie Winterblütenträume wahr werden – Stephan Gohmann

Wenn von einem blühenden Garten mitten im norddeutschen Winter die Rede ist, hat das selbstverständlich nichts mit der Blütenfülle zu tun, die wir vom Frühjahr her kennen. Dennoch gibt es ein paar Pflanzen, die uns auch in der kalten Jahreszeit mit einigen Farbtupfern erfreuen.

Als ich den Winterjasmin das erste Mal sah, hielt ich ihn für eine Forsythie und wunderte mich, das er zum Jahreswechsel blühte.

Der Winterjasmin ist ein sehr anspruchsloses Gewächs, selbst auf unserem Sandboden fühlt er sich pudelwohl. Er kann ranken, gehört zu den Spreizklimmern und hat somit keine Haftorgane, sondern verkeilt sich in Rankgittern oder anderen Pflanzen. Durch Absenker ist er problemlos zu vermehren, im Grunde lässt sich das gar nicht verhindern. Vielmehr muss man ihn im Zaum halten, indem man solche Ableger ausgräbt und verschenkt, an anderer Stelle auspflanzt oder ausreichend zerkleinert kompostiert. Übrigens wirkt der Winterjasmin aufgrund seiner stets grünen Triebe als wäre er immergrün. Dennoch wirft auch er im Herbst sein Laub ab, achten Sie mal darauf. Da er an einjährigen Trieben blüht, macht es Sinn, ihn bald nach der Blüte zurück zu schneiden. Nicht zu radikal, maximal ein Viertel, sonst fällt die Blüte dürftiger aus. Schön ist, dass er nicht auf einmal, sondern nach und nach erblüht. Man hat also recht lange was davon, sofern ihm keine Daufrostperioden Einhalt gebieten. Die schaden aber nur den Blüten, nicht den Knospen oder der Pflanze selbst.

Die Zaubernuss blüht zu unterschiedlichen Zeiten, vergangenes Jahr sogar schon mal im Herbst um dann Ende Dezember erneut eine Vielzahl neuer Blüten hervorzubringen. Oft steht sie jedoch erst im Spätwinter in voller Pracht. Bei Frost rollt sie ihre Blüten auf.

Im Unterschied zum Winterjasmin möchte die Zaubenuss nicht gestutzt werden. Lediglich Wildtriebe, die unterhalb der Veredelung aus dem Wurzelbereich hochtreiben, müssen ausgerissen oder bodentief abgeschnitten werden. Im Frühjahr bekommt sie von mir eine Handvoll Hornspäne und etwas Thomaskali, der Boden wird gemulcht, viel mehr an Pflege ist nicht nötig. Es dauert ein paar Jahre, bis sie richtig verwurzelt ist und kräftig wächst. Die Blüte fällt in dieser Zeit dürftiger aus, deshalb möglichst nicht umpflanzen. Je nach Zuchtform liegt die Farbe zwischen rot und gelb. Nicht alle Sorten gefallen mir, deswegen kaufe ich nur blühende Pflanzen, so kann ich sehen, was ich da erwerbe. Containerpflanzen lassen sich im Grunde das ganze Jahr pflanzen, außer bei gefrorenem Boden.

Ein typischer Winterblüher: Die Christrose. Zur Zeit sind die Läden voll davon. Es gibt unterschiedliche Zuchtformen, mit Blütenfarben von weiß bis rot, einfarbig oder gesprenkelt.

Die Christrose braucht kalkhaltigen Boden, sonst wird das nichts. Außerdem möchte sie ihn lieber etwas lehmig. Deswegen reichere ich unseren Sand mit Bentonit an. Den gibt es recht preiswert als Katzenstreu im Zoofachhandel. Da wir Katzen besitzen, schlage ich so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Das Katzenklo wird von Kot und Urinklumpen gereinigt, die werden entsorgt. Das restliche Katzenstreu beginnt irgenwann zu riechen und wird dann von mir mit einer kleinen Schaufel im Garten verstreut. Aber Achtung, nicht jedes Katzenstreu ist geeignet, nur das graue aus Bentonit.

Das von mir verwendete Katzenstreu eignet sich gut zur Bodenverbesserung. Andere mögen ebenso geeignet sein, zumindest die auf Bentonitbasis.

Christrosen fühlen sich unter Sträuchern recht wohl, wo sie im Winter Helligkeit und im Sommer, wenn alles belaubt ist, Schatten vorfinden. Sie samen dann auch aus und vermehren sich. Allerdings benötigen Christrosen häufig ein paar Jahre, bis sie nach dem Pflanzen kräftig zu wachsen und zu blühen beginnen. Achten Sie auf Schnecken, die sich gerne mal am Laub vergehen. Im Frühjahr versorge ich meine Christrosen mit Hornspänen, Thomaskali und ein ein paar Gaben Gartenkalk.

Kamelien sind nur im kühlen, hellen Wintergarten Winterblüher. Draußen blühen sie erst im Frühling. Ihre Knospen machen aber schon mal Lust auf mehr.

Die Blüten der Zaubernuss leiden, so meine Erfahrung, unter Frostperioden noch am wenigsten. Die des Winterjasmins erfrieren regelmäßig, was ihn aber nicht daran hindert, neu zu erblühen, sobald die Temperaturen wieder über die Null Grad Marke steigen.

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Kalkbrei gegen Glasrosen und „Manjanos“

Glasrosen und sogenannte „Manjanos“, das sind grüne Anemonen (Anemonia cf. manjano), können sich in Riffaquarien massenhaft vermehren und sind dann nur noch schwer in den Griff zu bekommen. Wehret den Anfängen, lautet die Devise.

Bekämpfung von Glasrosen und „Manjanos“ ohne Nebenwirkungen – Stephan Gohmann

Es gab mal Zeiten, da war man stolz, wenn man ein Aquarium mit Glasrosen pflegte. Nicht ganz so lange ist es her, dass man sich an grünen Anemonen erfreute, beides zählt inzwischen zu einer Vergangenheit, über die heutige Meerwasseraquarianer bestenfalls milde lächeln.

Nicht immer ist die grüne Anemone richtig tief grün.

Damit die teuer bezahlten und mit viel Aufwand gepflegten Korallen nicht von den sich deutlicher schneller vermehrenden Glasrosen oder Anemonen überwachsen werden, bekämpft man sie möglichst konstant, entweder durch Bewohner, die diese Plagegeister fressen, bei „Manjanos“ allerdings ein eher aussichtsloses Unterfangen, oder legt selbst Hand an.

Glasrosen

Dafür bevorzuge ich die Verwendung eines Kalkbreis aus Cacliumhydroxid. Letzteres ist dem gut informierten Aquarianer als Kalkwasser bekannt, eine nach wie vor gängige Methode zur Erhöhung des pH-Wertes und des Calciumgehaltes, übrigens die erste in der sich seinerezit gerade entwickelnden Riffaquaristik. Deswegen ist die nun folgende Bekämpfungsart meines Erachtens ohne Nebenwirkungen, wir geben ja nichts zu, was in einem Korallenbecken wirklich stören würde. Vorausgesetzt, wir setzen das Ganze mit Bedacht ein.

Mit der Kalkbreimethode arbeitet man am sichersten unter pH-Kontrolle.

Solange wir nicht zu viel von dem Kalkbrei verwenden, wird der pH-Wert im Aquarium auch nicht allzu stark ansteigen. Bis ph 9,0 haben aber erfahrungsgemäß weder Korallen und Fische noch die anderen Bewohner ernsthafte Probleme. Dennoch empfiehlt es sich, möglichst unter pH 8,5 bis 8,6 zu bleiben. Ferner sollten wir die Strömung während der Behandlung reduzieren oder abstellen, damit nichts von dem Brei im Aquarium umher geblasen wird und dann die Korallen verätzt.

Wir nehmen einen halben Teerlöffel Calciumhydroxid und geben das in ein kleines Gefäß.

Mit einer Spritze ziehen wir drei Milliliter Leitungswasser auf und dosieren das zu dem Calciumhydroxid.

Danach vermischen wir Wasser und Pulver zu einer noch flüssigen Mischung, die wir mit der Spritze aufziehen.

Von diesem Kalkbrei geben wir jetzt Portionen direkt auf die Glasrosen bzw. Anemonen.

Wenn  wir die Spritze gelehrt haben, sieht das dann so aus. Am nächsten Tag bekämpfen wir eventuell überlebende Plagegeister erneut.

Je 50-100 Liter Wasser kann man erfahrungsgemäß eine Spritze mit der obigen Menge einsetzen, ohne dass der pH in gefährliche Regionen steigt. Kontrolle ist aber dennoch empfohlen. Ach ja, und nicht vergessen, die Strömung wieder einzuschalten.

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Kamelien wollen in den Garten

Langsam aber sicher beginnt in diesen Tage die Kamelienzeit, soll heißen alle Jahre wieder so um die Weihnachtszeit tauchen die ersten Pflanzen im Handel auf und sicherlich fragt sich da manch einer, ob er vielleicht mal einen Versuch wagen sollte mit dieser …

… Rose des Winters – Stephan Gohmann

Kamelien können sehr unterschiedliche Blüten haben

Die Heimat der einige Meter hoch werdenden und mit dem Teestrauch verwandten Kamelien liegt in Ostasien. Mit Asien verbindet man Sonne, Wärme, Urwald und so müsste sich die Kamelie in unseren Wohnzimmern eigentlich richtig wohlfühlen, sollte man meinen. Tut sie natürlich nicht, da Asien nun mal nur zum Teil in den Tropen liegt. Nimmt man solch eine Pflanze mit nach Hause und stellt sie in einer beheizten Umgebung auf, so verliert sie meist binnen kurzer Zeit sämtliche Blüten. Kühl braucht sie es, gerne auch kalt, aber keinen Dauerfrost. In ihrer Heimat sollen sie zeitweise sogar komplett einschneien. Dort haben sie es dann dunkel, sogar für längere Zeit, aber halt nur kalt und nicht eisig wie bei uns. Ganz im Gegenteil, der Schnee isoliert und schützt vor Minusgraden. Bekommen aufblühende, das heißt bereits leicht farbige Knospen Frost, fallen sie ebenso wie bei Wärme ab und drum hat man als Kamelie schnell den Ruf einer launischen Diva weg.

Nicht alle Kamelienblüten besitzen gelbe Staubgefäße in der Mitte

Viele der im Handel erhältlichen Zuchtformen sind relativ winterhart, auch hier in unseren Breiten. Meine Kamelien stehen alle ausgepflanzt im Garten und nicht eine ist bisher erfroren. Schlimmstenfalls haben sie durch Frostschäden ein paar Blätter eingebüßt, aber das machen sie während ihrer Wachstumsphase im Frühjahr leicht wieder wett. Der Boden muss jedoch sauer sein. Das erreicht man mit Torf, Laub, Sägespänen und Rindenmulch. Im Frühjahr brauchen sie mehr Stickstoff als Phosphat. Also dünge ich sie im März mit ein paar Handvoll Hornspänen und etwas Thomaskali. Das reicht meist fürs ganze Jahr. Werden die Blätter gelblich, deutet das auf Stickstoffmangel hin, dann gibt es noch einen Nachschlag. Spätestens ab Juni/Juli wird nicht mehr gedüngt, vor allem kein Stickstoff, damit sie nicht noch mal wieder austreiben. Sie sollen jetzt Ihre Blütenknospen anlegen. Als Waldpflanze wollen sie es nicht zu sonnig, vor allem morgendliche Wintersonne sollte man meiden. Da muss man halt im Garten mal nachschauen, wann dort wo die Sonne scheint. Allerdings bilden Kamelien nur dann viele Blüten aus, wenn sie im Frühsommer ausreichend Licht und Wärme bekommen, deswegen nicht in die finsterste Ecke verbannen.

Ob rot, rosa oder weiß, alle Kamelienblüten sind reizvoll.

Wichtig ist ausreichend Bodenfeuchtigkeit. Bei meinem trockenen Sandboden muss ich ständig gießen, wenn es nicht friert bei stark den Boden austrocknendem Ostwind sogar im Winter. Eine ordentliche Mulchschicht aus Laub, Stroh oder Rindenmulch schützt den Wurzelbereich vor Frost und vermindert die Gefahr des Austrocknens. Ansonsten gibt es bei mir keinen weiteren Winterschutz. Was aber macht man, wenn einem jetzt eine Kamelie gefällt, man aber kein helles, kühles Zimmer hat? Auspflanzen darf man sie eigentlich nur im Frühjahr, heißt es. Jetzt kommt uns zugute, dass sie in ihrer Heimat auch schon mal längere Zeit komplett einschneien. Ich stelle die Pflanzen einfach im Topf nach draußen, geschützt vor Morgensonne und Ostwind und halte sie feucht. Bei Dauerfrost oder extrem niedrigen Nachttemperaturen kommen die Pflanzen solange in eine frostfreie Garage oder einen kühlen Kellerraum. Einige Wochen Dunkelheit schaden nicht, man muss sie aber feucht halten, das ist schon wichtig. Wird das Wetter wieder besser, transportiere ich sie erneut nach draußen. Bei stärkeren Nachtfrösten kommen sie halt abends in den Keller, morgens wieder raus. Wer dazu keine Lust hat, lässt besser die Finger von den Pflanzen. Bei Kamelien, die bereits sehr große, farbige Knospen haben oder schon erblüht sind, ist das Risiko, dass sie die Blüten oder Knospen abwerfen größer. Dauerhaft im Haus halten sich Kamelien grundsätzlich nur dann, wenn man ihnen einen kühlen, hellen Wintergarten für die Wintermonate bieten kann. Allerdings sind sie nach meinen eigenen, inzwischen mehrjährigen Erfahrungen im Garten sehr gut aufgehoben, zumindest die als winterhart geltenden Sorten und das sind durchaus einige. Ich kaufe sie übrigens meistens im Frühjahr als verblühte und deswegen reduzierte Exemplare und pflanze sie möglichst bis spätestens August aus. Falls am gewählten Standort eine Kamelie nicht blühen will, meistens ist es ihr dort zu dunkel, kann man sie recht gut umpflanzen, da ihr Wurzelballen eher klein ausfällt. Klar, so üppig wie am Lago Maggiore wird sich der jährliche Blütenflor keineswegs jedes Jahr entwickeln, aber es sind dennoch auch hier tolle Pflanzen.

Aus aktuellem Anlass ein kurzes Update:

Derzeit haben wir ganztägig Frost, nachts bis – 8°C.  Ob die Kamelien Schaden davon getragen haben, wird man erst später erkennen können. Bisher sieht es nicht danach aus.

Kamelie bei -8°C.

Selbst von solchen Schäden, entstanden durch einen Eisregen, erholen sich gesunde Kamelien erfahrungsgemäß recht gut.

 

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Ein leckerer bunter Salat

Einen grünen Salat kann man zu vielen Anlässen auf den Tisch bringen oder ganz einfach zwischendurch naschen. Diesen hier habe ich vermutlich zu irgendetwas Gegrilltem kreiert.

Ein bunter, grüner Salat – Stephan Gohmann

Zunächst einmal brauchen wir einen grünen oder roten Eichblattsalat, von dem wir uns einige Blätter abpflücken.

Grüne und rote Salatblätter gemischt

Wie viele, ist zum einen Geschmacksache, zum anderen abhängig von der Zahl der Mitesser. Die Blätter werden sorgfältig mit kaltem Wasser abgespült, anhaftender Sand stört doch sehr beim Essen. Im Anschluss kommen die Blätter portionsweise in ein Handtuch und werden draußen trocken geschleudert. Wie gesagt außerhalb des Hauses, das spritzt nämlich recht ordentlich. Wer eine Salatschleuder besitzt, kann das damit in seiner Küche erledigen. Das Schleudern ist wichtig, andernfalls würde das Dressing verwässert werden und zudem schlechter am Salat haften. Die Blätter zerzupft man zu mundgerechten Stücken und gibt sie in eine ausreichend große Schüssel.

Als nächstes nehmen wir eine Salatgurke, die wird geschält, sofern sie aus dem Handel stammt. Im Sommer habe ich eigene aus unserem Foliengewächshaus, da bleibt die Schale dran. Geschmacklich sind sie denen aus dem Handel haushoch überlegen. Was uns da bisweilen angeboten wird, ist im Grunde ein Frechheit. Bei Biogurken mag es sein, dass man die Schale bedenkenlos mitverzehren kann, besser schmecken tun sie allerdings auch nicht unbedingt. Zum Schälen nimmt man einen Sparschäler, einen der möglichst dünne Schalen produziert. Ideal ist es, wenn die Gurke anschließend noch leicht grünlich erscheint, dann hat sie mehr Geschmack.

Dünn geschält und außen noch leicht grün

Es gibt aber Sorten darunter, die kann man schälen wie man möchte, die bestehen einfach nur aus einem wässrigen, geschmacklosen, fast weißen Gurkenfleisch. Im Salat gleicht das Dressing dieses Manko allerdings ein wenig aus. Die Gurke wird längs halbiert und dann in 3-4 mm starke Scheiben geschnitten.

Dann brauchen wir Tomaten, möglichst von einer Sorte mit Tomatengeschmack. Da muss man erneut probieren um herauszufinden, welche gut schmecken und welche zwar rot aussehen aber ansonsten wertlos sind. Cherrytomaten werden halbiert, größere wenigstens geviertelt bevor sie in der Schüssel landen. Am Ende kommt noch eine kleine Dose Mais dazu, damit hätten wir den Salat beisammen.

Wenden wir uns deshalb dem Dressing zu. In einen Rührbecher gebe ich drei bis vier Esslöffel Joghurt mit 3,5% Fettgehalt, zwei Esslöffel Olivenöl, zwei bis drei Esslöffel Essigzubereitung mit Passionsfrucht (erhältlich bei Edeka), etwa eine halben Teelöffel Kochsalz sowie etwas Pfeffer aus der Mühle und einen halben bis ganzen Teelöffel Stevia als Zuckerersatz. Man kann natürlich auch Zucker nehmen, braucht dann aber mehr, da dieser weniger stark süßt. Nach dem Verrühren wird gekostet, das Dressing sollte einen frischen, essigsauren, leicht salzigen Geschmack mit Passionsfruchtnote aufweisen. Falls nicht wird die eine oder andere Komponente nachdosiert.  Aber Achtung, im Salat verliert sich das ohnehin noch etwas, da auch Gurken und Tomaten aufgrund ihres Wassergehaltes das Dressing verwässern. Deswegen kostet man den Salat mit Dressing vor dem Servieren noch mal, um eventuell etwas Essig mit Passionsfrucht, Salz oder auch Joghurt nachträglich einzurühren.

Essigzubereitung mit Passionsfrucht

Geschmackliche Variationen sind möglich, zum Beispiel habe ich auch schon Essigzubereitung mit Blutorange und dazu ein klein wenig Limone auf Olivenöl verwendet. All diese Zubereitungen gibt es bei Edeka in relativ kleinen Portionen, frisch abgefüllt. Sicherlich kann man die auch von anderen Herstellern bzw. Lieferanten erhalten, ob es geschmacklich aber ebenso gut, schlechter oder besser ist, muss man halt ausprobieren.

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Winterfütterung heimischer Vogelarten

Die Fütterung der hierzulande überwinternden Vogelwelt hat nicht zwingend etwas mit Naturschutz zu tun, dennoch bereitet sie unzähligen Menschen und wohl auch den Vögeln viel Freude. Wenngleich die Winterfütterung in Naturschutzkreisen durchaus kontrovers diskutiert wird, haben besagte Kreise dennoch den Spaßfaktor der Sache erkannt, wenn nicht sogar anerkannt.

Winterfütterung , preiswert und gut – Stephan Gohmann

Gerade mal 10 bis 15 Vogelarten profitieren von der Winterfütterung und die seien noch nicht einmal im Bestand gefährdet, heißt es. Also bei mir sieht die Gästeliste wie folgt aus: Kohlmeise, Blaumeise, Dompfaff, Buchfink, Grünfink, Rotkehlchen, Kleiber, Amsel. Das sind die Stammgäste. Seltener tauchen Buntspecht, Zeisig, Stieglitz oder andere Meisenarten wie Schwanz-, Hauben- und Tannenmeise auf. Tauben, Krähen, Elstern sowie Eichelhäher nehmen nur an der Bodenfütterung teil und sind lediglich zeitweise zugegen. Auf 15 verschiedene Arten komme ich somit problemlos, sehr viel mehr könnten es gar nicht werden, andere Arten überwintern hier nun mal nicht. Sperling und Zaunkönig fehlen mir in meiner „Sammlung“. Was die Gefährdung angeht, so kann ich das kaum einschätzen. Den Dompfaff sehe ich im Sommer ganz selten, während der Winterfütterung sind mehrere fast ständig anwesend. Meisen scheint es dieses Jahr deutlich weniger zugeben als im vergangenen Winter, das betrifft, so mein Eindruck, insbesondere die Blaumeisen.

Ein teures, großes Vogelhaus ist keineswegs erforderlich. Ganz im Gegenteil, es macht mehr Arbeit als ein preiswerter Futterspender, denn es wird regelmäßig mit Kot verunreinigt. Auf diese Weise könnten Krankheiten übertragen werden, was ja nun wirklich nicht Sinn der Sache ist. Ich nutze deshalb einen kostengünstigen Futterspender aus Kunststoff, den man für wenige Euro in diversen Gartencentern erhält. Gefüllt wird er ausschließlich mit Sonnenblumenkernen. Versuche mit Meisenkugeln, Fettfutter oder sonstigen Körnerarten waren allesamt eher negativ. Nichts davon wurde wirklich gut angenommen, immer waren die Sonnenblumenkerne der Renner. Der Futterspender hängt bei mir in einem Rosenbogen ohne Schutz vor Regen. Unten sind einige Schlitze angebracht, durch die Wasser ablaufen kann. Im Laufe einiger Jahre wird die Flasche allerdings durch UV-Licht zerstört, dann muss man sich halt mal einen Neuen anschaffen.

Kleiber an meinem Futterspender

Befüllt wird der Spender mit einem selbstgebauten Trichter. Dazu habe ich das Oberteil einer ein-Liter-Kunststoffflasche mit einer Nagelschere abgeschnitten. Ohne den Deckel kann man das Teil umgedreht prima als Einfüllstutzen verwenden. Nicht alle Vögel nutzen den Spender, einige bevorzugen eine ausreichend große Standfläche, zum Beispiel das Rotkehlen oder Amseln. Für sie streue ich Futter am Boden oder in einer im Winter leer herumhängenden Blumenampel aus.

Dompfaff in meiner zum Futterplatz umfunktionierten Blumenampel

Für die Amseln gibt es außerdem einen Apfel. Da meine Mutter einen großen Wallnusbaum besitzt, der jährlich mehr Nüsse liefert, als wir alle miteinander verzehren können, knacke ich täglich einige von Ihnen und schütte sie samt der Schalen in besagte Blumenampel oder in das Beet unter meinem Futterspender.  Dort liegen sowieso jede Menge Schalen von den Sonnenblumenkernen. Nicht nur da, auch auf dem Weg, wo ich sie zeitweise durch Fegen entferne. Falls sich jemand an den Schalen stört, es gibt die Sonnenblumenkerne auch geschält, allerdings sind sie dann deutlich teurer. Den Futterspender habe ich so angebracht, dass die Vögel Katzen bereits von Weitem sehen und sich in Sicherheit bringen können. Da ich mehrere Miniteiche betreibe, steht immer ausreichend Trinkwasser für die Vögel zur Verfügung. Wo das nicht der Fall ist, sollte man eine Tränke bieten und täglich das Wasser erneuern.

Dass die Winterfütterung an Beliebtheit gewinnt, sieht man auch im Handel. Dort finden sich diverse Futtersorten, teilweise in recht großen Mengen und eine Vielzahl an Futterhäuschen und –spendern. Sie mögen größtenteils netter aussehen als mein preiswertes Gerät, besser sprich geeigneter sind sie keineswegs. Von den Sonnenblumenkernen besorge ich mir stets ein größeres Gebinde, was dann erst mal für längere Zeit ausreicht und natürlich kostengünstiger ist als ein kleiner Beutel. In der Woche bekomme ich berufsbedingt von der ganzen Fütterei wenig mit. Dennoch befülle ich meinen Spender, das reicht meist für ein paar Tage aus, regelmäßig abends im Dunkel neu und streue morgens vor der Arbeit frisches Futter für die Vögel, die lieber am Boden fressen aus. Der Arbeits- und Kostenaufwand ist somit sehr gering, die Freude am Wochenende über den regen Zuspruch und Flugbetrieb umso größer.

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Bilder wie gemalt

Man kann mit einem Foto, beispielsweise dem von einer schönen Blüte, ganz sachlich versuchen deren Aussehen zu vermitteln oder sich bemühen, damit auch Assoziationen zu wecken und dann reden wir über …

… Bilder fast wie gemalt – Stephan Gohmann

Heutzutage, wo manch einer schnell mal das Handy zückt, um so den Bekanntenkreis an seiner Begeisterung über eine soeben erblühte Gartenpflanze teilhaben zu lassen, da mag der Wunsch, ein Bild möge doch etwas mehr als nur einen Sachzustand darstellen, etwas übertrieben klingen. Nun sind die Möglichkeiten des Fotografierenden bei Mobiltelefonen und Kompaktkameras gestalterisch einzugreifen ohnehin eher klein und die Ergebnisse dementsprechend nüchtern.

Foto einer Kamelienblüte. Informativ aber nicht wirklich begeisternd.

Dass dies mit der geringen Größe der Sensoren zusammenhängt, dürfte vielen ebenso wenig bekannt sein wie der Begriff „Bokeh“, der die sogenannte „feine Hintergrundunschärfe“ beschreibt, die uns in die Lage versetzt, aus einer Abbildung ein Bild zu machen.

Goldrute, man kann Ihr Aussehen nur erahnen, da bleibt Raum für Fantasie.

Für diese Art der Fotografie brauchen wir eine Kamera mit Wechseloptik und einem nicht zu kleinen Sensor.  APS-C Format, möglicherweise auch noch das etwas kleinere Mikro Four Thirds, damit habe ich allerdings keine Erfahrungen, sollte es meines Erachtens schon sein. Vollformat ist nicht zwingend erforderlich, erweitert aber die Möglichkeiten.

Um den Begriff Bokeh zu erklären, werden gerne Unschärfekreise heran gezogen,

Die weichen, runden Kreise im Hintergrund zeigen, dass das hier verwendete Objektiv ein tolles Bokeh liefert.

die man zum Beispiel erhält, indem man mit weit geöffneter Blende in die Krone von Bäumen hinein fotografiert und dabei deren Laubdach ziemlich unscharf ablichtet. Die hellen Partien treten dann im Bild vorzugsweise kreisförmig und an den Rändern leicht verschwimmend, im ungünstigsten Fall mehreckig und hart abgegrenzt auf. Je nachdem, ob das verwendete Objektiv wenige oder eher viele, vielleicht sogar leicht gebogene Blendenlamellen enthält, ob es auf extreme Schärfe bis in die Ecken und hohen Kontrast abgestimmt ist, bekommt man beim Spiel mit der Unschärfe unterschiedliche Resultate, wobei das keineswegs nur auf Blendenflecken beschränkt ist. Viele gebogene Lamellen führen zu einer kreisrunden Blendenöffnung und sind häufig eher kennzeichnend für ein schönes, weiches Bokeh, extrem gute Schärfeleistungen könnten hingegen abträglich sein. Letztlich muss man das probieren oder auf die Erfahrungen anderer Fotografen zurückgreifen. Testen, also exakt messen, lässt sich das schwerlich, ist Schönheit doch ein eher subjektiver Begriff.

Meine Objektive aus „analoger Urzeit“ sind auch heute noch allesamt vorhanden, was ich fast schon als glückliche Fügung bezeichnen möchte, ist es mir doch dieser Tage möglich, all die alten Schätze und Schätzchen mit Hilfe entsprechender Adapter an meinen modernen Digitalkameras zu verwenden. Klar, man verliert dabei sämtliche Automatikfunktionen, da ich jedoch ohnehin gerne darauf verzichte und jegliche Einstellungen manuell vornehme, vom Weißabgleich einmal abgesehen, hält sich der Verlust in erträglichen Grenzen oder ist besser gesagt gegenüber dem Gewinn völlig vernachlässigbar. Adapter gibt es in ausgezeichneter Qualität, aber auch in eher einfacher Ausführung. Letztere bergen schon mal das Risiko in sich, dass Objektiv und Adapter eine innige, kaum zu trennende Einheit bilden, mir persönlich ist derartiges allerdings noch nicht widerfahren. Etwas Vorsicht kann jedoch nicht schaden. Nicht jedes Objektiv lässt sich mittels Adapter an jede Kamera montieren und wenn es denn einen Adapter gibt, geht bisweilen die Möglichkeit auf unendlich zu fokussieren verloren. Letzteres kann man im Nahbereich allerdings gut verschmerzen. Auf Adapter mit eingebauter Linse würde ich übrigens verzichten, die Gefahr, dass dabei die Abbildungsqualität des Objektivs negativ beeinflusst wird, erscheint mir recht hoch. Selbstverständlich verwende ich auch neue Objektive, aber manche älteren haben einfach das gewisse Etwas. Der Begriff „Flair vergangener Tage“ mag überstrapaziert sein, hier trifft er zu.

Hie und da brauchen wir noch ein Stativ, möglichst eines, das die Beine flach ausbreiten kann um dann auch in Bodennähe einsetzbar zu sein, sowie Zwischenringe, Balgengerät, Retroadapter, Nahlinsen, Makroobjektiv, also nicht alles aber halt Equipment, das erforderlich ist um Makrofotografie zu betreiben. Das soll jedoch nicht Thema dieses Artikels sein, dazu gibt es hinreichend Literatur oder die Informationsmöglichkeiten des Internets. Gleiches gilt für diverse fotografische Grundlagen, ohne die man verständlicherweise nicht auskommt, schon gar nicht, wenn es darum geht, auf Automatikfunktionen zu verzichten.

Den Fotovorgang selbst zu beschreiben, nimmt wenig Zeit in Anspruch. Man montiert den vorhandenen Objektivbestand, eventuell mittels Adaptern an die Kamera, öffnet die Blende so weit wie möglich und fotografiert bei ISO 200 bis 400, mehr ist selten erforderlich, am Stativ oder von Hand in allen nur denkbaren Positionen

Was hier zu sehen ist, spielt eigentlich keine Rolle, so stelle ich mir den Herbst vor.

Blüten, Gräser und Laub des heimischen Gartens. Wem das nicht ausreicht, erweitert sein Betätigungsfeld um Zoos, Parks, öffentliche Grünflächen, Friedhöfe oder Baumschulen, sofern das dort erlaubt ist.  Manche Kameras können durch entsprechende Adapter mit fast allen Objektiven sämtlicher Hersteller kombiniert werden, in anderen Fällen passen da nur bestimmte an das vorhandene Bajonett, zumindest dann, wenn man auch auf unendlich scharf stellen möchte. Schön ist ein drehbares Display, anstelle eines fest stehenden oder klappbaren, da letztere bei bestimmten, bodennahen Positionen den Einsatz eines Winkelsuchers erforderlich machen. Knallt die Sonne vom Himmel und direkt aufs Kameradisplay, muss ebenfalls der Sucher ran, man sieht sonst häufig nichts mehr. Das manuelle Scharfstellen gelingt vergleichsweise gut dank der Peakingfunktion meiner Kameramodelle, bei der scharfe Bereiche im Sucher weiß, gelb oder rot umrandet dargestellt werden. Trotzdem schaue ich mir jedes Bild anschließend nochmal stark vergrößert im Display an, um festzustellen, welche Zonen scharf und ob es denn auch die richtigen sind. Die nachträgliche Bildbearbeitung geschieht überwiegend mit einem RAW Converter, das geht auch mit einem kostenlosen wie LightZone, und es bedarf dazu nicht einmal einer Kamera, die Dateien im RAW Format liefern kann, normale JPEGs tun es auch.

Vielfach halte ich es so, dass ich gewisse Partien des Bildes scharf abbilde,

Häufig reicht es auf, sich in Sachen Schärfe auf ganz, ganz wenig zu beschränken.

wobei ich zwischenzeitlich jegliche Hemmungen verliere und dann völlig unscharfe Bilder kreiere. Man muss einfach mal am Einstellring für die Schärfe drehen oder den Abstand zum Motiv ändern, per Autofokus geht das ohnehin nicht, und schauen, was mit dem jeweiligen Objektiv herauskommt. So verschiebt sich dann vom Bildeindruck her die Fotografie Richtung Malerei.

Oder man lässt die Schärfe einfach mal ganz außen vor. Machen Maler ja auch.

Da es nicht darum geht, eine vorgefundene Situation möglichst unverfälscht widerzugeben, kann man sich ähnlich einem Maler bei der Nachbearbeitung jeden gewünschten Spielraum gönnen. Wem also die Gabe den Pinsel stilvoll zu schwingen fehlt, der hilft sich halt so. Dass Schärfe nicht das entscheidende Kriterium für die Qualität eines Bildes sein muss, haben uns, um bei der Malerei zu bleiben, die Impressionisten vorgemacht. Nun will ich keineswegs so vermessen sein und diese Form der Fotografie mit solcher Art Kunstwerken auf eine Stufe zu stellen, aber was einem Maler recht ist, darf einem Hobbygärtner erstens billig sein und zweitens Freude bereiten und nur darauf kommt es an.

Weitere Bilder findet Ihr auf meiner Website http://www.stephan-gohmann.de .

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Hallo,

mein Name ist Stephan Gohmann und ich interessiere mich für alles, was mit Aquaristik, Terraristik, Imkerei oder Fotografie zu tun hat. Auch mein Garten, also der meiner Familie und somit nicht meiner alleine, ist mir wichtig. Hier stehen meine Bienen, hier pflege ich diverse Stauden, Bäume, Sträucher, insbesondere Kamelien und pflanze darin sogar noch Gemüse an. Ich liebe es zu grillen, wenn es eilig ist mit Gas, ansonsten gerne indirekt auf dem Kugelgrill. Eigentlich bin ich ja Chemiker, habe allerdings recht bald mein Hobby, die Aquaristik zum Beruf gemacht. Seit vielen Jahren halte ich Vorträge zu diesem Thema und schreibe in diversen Fachzeitschriften. Tja und jetzt halt auch hier. Mal schauen, wie das so bei Euch ankommt.

Zur Zeit ist das hier noch eine Baustelle, also bitte etwas Geduld.

 

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