Gyrospfanne mit Curryreis und Krautsalat

Gyrospfanne, Krautsalat und Curryreis sind schon ein Geschmackserlebnis. Wenn man das Fleisch aus Schweinefilet selbst zubereitet, ist es zudem wunderbar zart und bekommt angebraten in einer gut eingebrannten Eisenpfanne auf einer Induktionsplatte zusätzlich auch noch Röstaromen.

Gyrospfanne aus selbst mariniertem Schweinefilet – Stephan Gohmann

Enthält Werbung aufgrund von Markennennung.

Wir benötigen für drei Personen etwa 650 g Schweinefilet, das wir von Fett, Sehnen und Silberhaut befreit in dünne Streifen schneiden. Für die Marinade nehme ich etwa 6 EL Olivenöl, 1 TL Kochsalz, 1 EL frischen, klein geschnittenen Majoran, 1 EL frischen, klein geschnittenen Oregano, 1 TL Oregano getrocknet, 1 TL Thymian getrocknet, ¼ TL Koriander frisch gemahlen, 1 Messerspitze Zimt, 1 TL frisch gemahlenen, schwarzen Pfeffer, 1 TL Paprika edelsüß, ¼ TL Paprika rosenscharf, ¼ TL Chiliflocken, 1 TL frischen, fein geschnittenen Rosmarin ohne Stängel, 1 kleine, in Streifen oder Ringe geschnittene Zwiebel, 1 Knoblauchzehe fein gehackt. Das Ganze wird gut vermischt und mindestens sechs bis sieben Stunden, am besten über Nacht im Kühlschrank mariniert.

Das fein geschnittene Schweinefilet in seiner Marinade.

Zum Braten verwende ich eine Eisenpfanne. In solch einem recht preiswerten Kochutensil, das allerdings richtig eingebrannt sein muss, erhält man auf einer Induktionsplatte perfekte Röstaromen. Man gibt ein wenig Erdnussöl hinein und verrührt dies vor der Fleischzugabe mit einem Pfannenwender, damit es überall gleichmäßig heiß ist.

Wichtig ist mir, dass mein „Gyrosfleisch“ am Ende knusprig, also stellenweise leicht bräunlich schwarz aussieht. Auf einem Cerankochfeld waren die Ergebnisse mangels ausreichender Hitzezufuhr nicht so, wie ich mir das vorstellte. Also nahm ich meine geliebte, inzwischen fast schwarze Eisenpfanne und setzte sie auf eine Induktionskochplatte mit 2000 W Leistung. Solch eine Eisenpfanne ist das beste, was man zum Braten verwenden kann. Richtig eingebrannt besitzt sie eine hoch temperaturbeständige Beschichtung, die bei jedem Bratvorgang besser und dunkler wird. Man bedeckt den Pfannenboden leicht mit Erdnussol und verrührt dieses, damit es überall gleichmäßig heiß ist. Auf Induktion geht das ruckzug. Das Fleisch kommt in einer gleichmäßigen Schichtung hinein, nicht zu viel, jedes Fleischstück sollte Bodenkontakt haben. Jetzt nicht ständig rühren, wir wollen ja Röstaromen erhalten. Ähnlich wie in einem Wok dauert der gesamte Bratvorgang inklusive Wenden nur wenige Minuten.

In einer Eisenpfanne habe ich das Fleisch in Erdnussöl angebraten. Hier sieht man das Ergebnis auf einem Herd mit Ceranfeld. Das Fleisch ist recht hell geblieben. Man erhält kaum Röstaromen.

Beim Anbraten mit Induktion erreicht man die benötigte Hitze sehr viel schneller, die Temperatur ist höher, es verdampft mehr Wasser, trotzdem brennt nichts an und das Fleisch erhält eine dunkle Kruste, ein zusätzlicher Geschmacksträger, von der schöneren Optik ganz abgesehen. Man sollte das Gyrosfleisch nicht zu oft wenden, sonst gelingen die Röstaromen weniger gut.

So sieht das Gericht aus, wenn es fertig ist. Zumindest bei uns „Normalköchen“. Beim „Sternekoch“ wäre die Portion erheblich kleiner und dekorativer angeordnet bzw. verziert.

In der Regel reicht es aus, die abgekühlte Pfanne nach dem Anbraten einfach mit einem Küchentuch auszuwischen. Notfalls tut es auch eine Bürste mit lauwarmem, spülmittelfreiem (!!) Wasser, falls es doch mal Anhaftungen gegeben haben sollte. In solch einem Fall muss die Pfanne anschließend innen und außen mit etwas Öl abgerieben werden. Sie ist übrigens nicht schmutzig, je dunkler desto besser die Beschichtung und desto weniger brennt an.

Der Krautsalat

Wie man den zubereitet, habe ich hier bereits beschrieben. Statt mit einem Krauthobel kann man ihn auch mit einem guten Küchenmesser schneiden. Ich habe den Weißkohl diesmal mit einem Keramikmesser geschnitten, das ging ganz wunderbar. Es lassen sich verschiedene Essigsörten verwenden und man erhält jedes Mal einen etwas anderen Geschmack.

Diesmal verwendete ich Calamansi Orangen Essig, den ich auch für andere Salate gerne nehme.

Der Curryreis

Ganz wichtig beim Curryreis ist die richtige Currymischung. Ich bevorzuge English Style „Goldelefant“ oder vergleichbare Sorten. Meist heißen die dann einfach nur „Curry“. Thai Curry, um ein Beispiel zu nennen, war sowohl farblich als auch geschmacklich beim Curryreis nicht überzeugend.

Wir geben etwas Magarine in eine Pfanne und braten darin eine kleine, gehackte Zwiebel an bis sie leicht glasig ist. Danach kommt eine Tasse Reis hinzu und wird ebenfalls kurz angebraten. Nun 1 TL Curry „Goldelefant“ zugeben, das Ganze mit Brühe (ca. 600 ml Wasser plus 2 EL Gefro Suppe) angießen und aufkochen. Bei Bedarf Brühe nachgießen und alles so lange kochen, bis der Reis gar ist.

Literatur:

1. Curry Gewürzmischung

2. Calamondinorange / Calamansi

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.