Rosmarinkartoffeln aus dem Backofen

Die ersten Kartoffelspalten, die wir im Backofen zubereitet haben, waren Rosmarinkartoffeln. Allerdings gerieten die anfangs immer ein wenig zu weich und es hat einige Zeit gebraucht, bis wir herausgefunden haben, woran das lag.

Knusprige Rosmarinkartoffeln – Stephan Gohmann

Wir nehmen festkochende Kartoffeln, schälen die und schneiden sie in Spalten, indem wir sie halbieren und die Hälften je nach Größe nochmals teilen oder gar dritteln. Am besten verwendet man kleinere und einigermaßen gleich große Kartoffeln. Die Spalten kommen in eine Schüssel mit Wasser und werden vor der weiteren Verwendung darin noch ein paar mal gespült.

Die geschälten und gespülten Kartoffelspalten in einer Schüssel mit Wasser.

Als nächstes pflücken wir uns von einer Rosmarinpflanze, die wir im Gartencenter erworben haben, einige Zweiglein, von deren Stielen wir die Blattnadeln entfernen. Die Stiele landen im Kompost, die Blätter werden mit einem Messer zerkleinert. Für ein Kilogramm Kartoffeln würde ich zwei bis drei Zweige von 10-15 cm Länge verwenden.

So sollten die Rosmarinnadeln aussehen, nachdem sie zerkleinert wurden.

Sodann gießen wir die Kartoffelspalten möglichst vollständig ab und geben sie auf Küchenpapier, um sie dort zu trocknen. Von oben tupfen wir sie zusätzlich mit einem Papiertuch ab.

Normales Haushaltspapier von einer Küchenrolle eignet sich gut, um das an den Kartoffeln haftende Wasser größtenteils zu entfernen. Knochentrocken müssen sie natürlich nicht sein, an der Restfeuchtigkeit sollte der Rosmarin noch haften bleiben.

Jetzt nehmen wir einen Müllbeutel, der dient in diesem Fall nicht der Entsorgung sondern als Mischer, und geben die Kartoffeln hinein. Wir bestreuen sie mit etwas Salz (1,5 Teelöffel je Kilo Kartoffeln als Anhaltswert) und den zerkleinerten Rosmarinnadeln, schließen den Beutel, so dass er prall mit Luft gefüllt ist, und schütteln das Ganze.

So sieht ein „Müllbeutelmischer“ aus.

Zu guter Letzt nehmen wir ein Backblech und legen es mit einer Antihaftfolie oder Backapier aus. Das Papier beziehungeweise die Folie wird dünn mit Olivenol bestrichen und darauf verteilen wir die Kartoffeln gleichmäßig, mit der breiten, gebogenen Seite nach unten. Sie stehen wie kleine Schiffchen auf dem Öl.

Das eingeölte Backblech, hier mit einer Antihaftfolie statt mit Backpapier.

Man kann jetzt bei Bedarf noch etwas Salz oder Rosmarin nachgeben, ferner füge ich Pfeffer aus einer Pfeffermühle zu.

45 bis 50 Minuten, je nach Anzahl und Größe der Spalten, wandern die Kartoffeln nun auf der zweituntersten Schiene in den mit Umluft auf 170°C vorgeheizten Backofen.

Wenn alles so funktioniert hat, wie hier beschrieben, und da bin ich recht zuversichtlich, dann holen wir solche Rosmarinkartoffeln aus unserem Backofen.

Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, warum die anfangs nicht knusprig wurden. Wir hatten sie mit eingeölt, anstatt das Öl nur auf das Backblech zu geben. Steht leider in vielen Rezepten so.

Man kann Kartoffelspalten auch anders würzen, hier eine weitere Möglichkeit: http://www.stephangohmann.de/2017/02/13/knusprige-kartoffelspalten/

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