Die Schmetterlingsorchideen der Gattung Phalaenopsis

Um sich an Orchideen zu erfreuen, bedarf es nicht zwingend eines Gewächshauses, das im Sommer hinreichend kühl, im Winter dagegen frostfrei und hell ist. Ein normal beheiztes Zimmer reicht für einige Arten völlig aus. Wer zudem möglichst oft und lange einen üppigen Blütenflor genießen, gleichzeitig aber nicht allzu viel Aufwand mit seinen Pfleglingen treiben möchte, weder hinsichtlich der Anschaffung noch bezüglich der Pflege, der landet zwangsläufig bei den Zuchtformen der Gattung Phalaenopsis.

Ideale Zimmergenossen: Phalaenopsis Hybriden – Stephan Gohmann

Foto 1: Dieses Bild verrät uns, warum die Phalaenopsis auch Schmetterlingsorchidee genannt wird.

Es gibt viele, wirklich tolle Orchideenarten. Cymbidien zum Beispiel. Leider wollen die es eher kühl. Auch Dendrobien brauchen es zumindest zeitweise hell und ebenfalls nicht allzu warm, wenn sie denn erneut Knospen ansetzen sollen. Solche Bedingungen sind in unseren zentralgeheizten Wohnungen bisweilen schwer zu verwirklichen. Kommen dann noch Anforderungen wie ausreichende Helligkeit im Winter und ständig genügend Luftfeuchtigkeit hinzu, wird es mit der Pflege daheim echt problematisch. Vertreter der Gattungen Vanda und Ascocenda mögen zwar unsere Wohnzimmerbedingungen, vorausgesetzt dass sie dort ausreichend Licht erhalten, da sie aber reine Luftwurzeln besitzen, also nicht in Orchideensubstrat gepflanzt werden, das in der Lage wäre Feuchtigkeit zu speichern, muss man sie wenigstens alle zwei Tage in einen Eimer Wasser tauchen. Frauenschuhe bereiten als Humusepiphyten in dieser Hinsicht weniger Probleme, blühen aber meist nur einmal im Jahr, wenn auch für einige Woche, besitzen jedoch nicht allzu üppige Blütenstände.

Wenn man also richtig viele Blüten möchte und die auch noch für längere Zeit, das Ganze vorzugsweise mehrmals im Jahr, unter normalen Zimmerbedingungen, bei viel oder wenig Licht, dann bleiben nur noch die Phalaenopsis Hybriden übrig. Die findet man inzwischen zu Hauf in Blumengeschäften, Gartencentern, Baumärkten, sogar im Lebensmittelhandel. Man muss somit nicht lange nach ihnen suchen oder gar spezielle Orchideenzüchtereien bereisen. Das vereinfacht die Sache erheblich. Der Besuch eines Spezialgeschäftes für Orchideen macht aber trotzdem Spaß.

Foto 2: Diese Exemplare sind eingefärbt!! Es gibt derzeit keine von sich aus blau blühende Phalaenopsis im Handel. Lediglich ein paar Doritaenopsis Hybriden, eine Kreuzung der Gattungen Doritis und Phalaenopsis, zeigen eine Färbung, die zwischen Purple und Blau angesiedelt ist. Ferner soll es eine blau blühende Phalaenopsis violacea var. coerulea geben. Was Sie hier im Bild sehen, wird spätestens mit dem nächsten Blütentrieb wieder zu einer weiß blühenden Phalaenopsis. Da derartige Exemplare nicht immer eindeutig erkennbar als „Gefärbt“ deklariert werden, ist das nach meinem persönlichen Empfinden wenig seriös. Wohl kein Betrug im rechtlichen Sinne, aber sicherlich auch keine Maßnahme, die Kundenvertrauen erzeugt. Es mag Leute geben, die solche eingefärbten Pflanzen schön finden, ich treffe regelmäßig aber auch andere, nämlich Menschen, die sehr erstaunt, bisweilen gar erbost sind, wenn ich sie über den Sachverhalt aufkläre. Obwohl es durchaus Stimmen gibt, die vom Geniestreich eines holländischen Züchters sprechen, mein Empfinden geht in eine andere Richtung. Wem es gefällt, bitte sehr, den Pflanzen scheint es nicht zu schaden.

Foto 3: Vor etwa 40 Jahren galten Phalaenopsis mit gelber Blüte noch als etwas Besonderes. Überhaupt waren Orchideen im normalen Blumenhandel damals kaum erhältlich.

Foto 4: Heutzutage gibt es praktisch an „jeder Ecke“ eine Vielzahl farbenfroher Hybriden.

Foto 5: Rötlich blühende Sorten bilden neben den weißen und rotweißen die Mehrheit.

Foto 6: Diese Orchidee steht im Badezimmer vor einem Südfenster mit einer Lamellen Jalousie. Der Raum wird nicht ständig beheizt, hat also nachts auch schon mal unter 20°C. Eine mehrwöchige, kühlere Nachtphase trägt erheblich zur Blütenbildung bei. 38 Blüten waren es bei diesem Exemplar.

Foto 7: Diese Phalaenopsis befindet sich nicht schattiert am Südfenster über einer Heizung. Sie muss häufiger getaucht werden als unsere anderen Hybriden. Eine Hecke vor dem Fenster minimiert die Sonnenstrahlung nur geringfügig. Es können durchaus mal über 50000 Lux werden. Solch ein Standort ist für Phalaenopsis nicht optimal. Empfohlen werden Beleuchtungsstärken bis maximal 10000 Lux, also eher Ost- oder Westfenster. Aber es geht bei entsprechender Pflege auch an der Südseite. Eine dunkle Nordlage ist der Blütenbildung allerdings abträglich.

Foto 8: Auch im Büro bei sehr viel weniger Licht fühlen sie sich wohl. Hier sind es etwa 1000 bis 4000 Lux, die durch die Jalousien fallen. Diese Phalaenopsis hat mal eine etwas andere Blütenform.

Umfangreiche Pflegemaßnahmen wie regelmäßiges Besprühen spare ich mir. Es sei denn, die Blätter sind verstaubt, dann sprühe ich schon mal oder nehme ein feuchtes Tuch und wische die Blätter vorsichtig ab. Nur Luftwurzeln feuchte ich hin und wieder mal an. Beim Sprühen, ich verwende dafür ausschließlich entsalztes Wasser, achte ich darauf, dass kein Wasser längere Zeit in den Blattansätzen verbleibt. Tagsüber liegt die optimale Temperatur für Phalaenopsis-Orchideen zwischen 20° und 30° C, in der Nacht, insbesondere während der für die Blütenbildung wichtigen Ruhephase, sollte die Temperatur 15° C bis 17°C betragen.

Foto 9: Es gibt recht große Exemplare unter den Phalaenopsis Hybriden. Die können dann direkt vor einem Terrassenfenster auf dem Fußboden stehen, wo sie bis zu einem Meter hoch werden.

Foto 10: Neben den großen Sorten findet man auch „Mini-Phalaenopsen“ im Handel. Ob die die klein bleiben, hängt davon ab, wie sie entstanden sind. Liegt es an den Eltern, die selbst kleinwüchsig waren und das weitervererbt haben, dann schon. Ist aber der Einsatz von Wachstumshemmern die Ursache gewesen, dann ist es mit dem Kleinsein vorbei, sobald die verwendeten Substanzen wieder verschwunden sind. Es gibt aber auch Sorten mit kleiner Blüte obwohl die Pflanze insgesamt vergleichsweise groß ist. Somit ist für jeden Größenbedarf etwas dabei.

Foto 11: So sieht das Wässern bei mir aus. Ich fülle einen Messbecher mit handelsüblichem, entsalztem Wasser und dann stecke ich den Topf mit der Orchidee hinein, bis der Becher überläuft. Deswegen passiert das Ganze im Spülbecken. Ich wässere nicht nur kurz sondern durchaus eine Stunde oder gar länger damit sich Wurzeln und Substrat richtig vollsaugen können. Von wegen „nur kurz für einige Minuten“ wie überall empfohlen. Sogar über Nacht habe ich die Pflanzen schon so stehen lassen. Es werden nur die „Orchideenerde“ und die Wurzeln eingetaucht, alles Grüne bleibt komplett außerhalb des Wassers. Danach hebt man den Topf heraus und lässt ihn etwas abtropfen. Die Luftwurzeln, die man bei dieser Orchidee sieht, kann man von Zeit zu Zeit besprühen, damit sie nicht vertrocknen. Diese hier müsste bei Gelegenheit mal umgetopft werden.

Foto 12: Bei größeren Exemplaren muss das Gefäß zum Tauchen ausreichend Platz bieten, sollte aber so eng sein, dass die Pflanze nicht umfällt. Ist das Substrat trocken, hat der Topf anfangs nämlich etwas Auftrieb.

Foto 13: Gewässerte Wurzeln sind grün gefärbt, trockene wirken eher graubeige. Solange die Wurzeln so aussehen wie bei der Pflanze links im Bild, muss nicht getaucht werden. Durchsichtige Töpfe erleichtern die Begutachtung. Vertrocknete Wurzeln wie bei der linken Orchidee schneidet man ab.

Foto 14: Der linke Umtopf enthält eine Lage Blähton. Dieser verhindert, dass die unteren Wurzeln ständig im Wasser stehen, wenn sich dort unten nach dem Tauchen Wasser angesammelt hat. Im rechten Topf ist das nicht erforderlich. Dort steht der Topf der Orchidee aufgrund der eingearbeiteten Umrandung zwangsläufig etwas erhöht. In den Platz darunter kann überschüssiges Wasser abtropfen.

Der Umtopf, in dem sich die Orchidee befindet, sollte etwas höher und unten mit einer Lage Blähton gefüllt sein, damit sie nicht in dem Wasser, das sich unten im Topf gesammelt hat, steht. Optimaler Weise sind Orchideenumtöpfe am Boden glasiert. Andernfalls gelangt Wasser durch die poröse Keramik auf das Material, auf dem besagter Umtopf steht. Ein Holzschrank kann dadurch im Laufe der Zeit Schaden nehmen. Ein Untersetzer schafft dann Abhilfe.

Foto 15: Ist der Übertopf nicht glasiert, weder innen noch außen, dann gelangt eventuell Wasser durch das poröse Material auf die Fläche, auf der der Topf steht. Das kann Schäden hervorrufen. In solchen Fällen verwendet man einen Untersetzer oder tauscht den gesamten Übertopf aus.

Getaucht wird wöchentlich. Es sei denn, die Phalaenopsis steht sehr sonnig und/oder auf einer Fensterbank über einer Heizung. Dann kann diese Maßnahme auch zweimal pro Woche erforderlich sein. Alle vierzehn Tage kommt etwas Orchideendünger ins Tauchwasser. Normaler Blumendünger geht auch, den muss man dann aber wenigstens zehnfach verdünnen, denn die Phalaenopsis sind an geringe Nährstoffkonzentrationen angepasst. In Ihrer Heimat leben sie als Epiphyten auf Bäumen, da ist das Angebot an Nährstoffen halt recht gering.  Ich nutze unterschiedliche Dünger, also einen eher stickstoffbetonten vor der Blüte und einen phosphorbetonten während der Blütezeit.

Foto 16: Zwei unterschiedliche zusammengesetzte Orchideendünger. Der Begriff „Orchideendünger“ besagt lediglich, dass diese Dünger stärker verdünnt sind als vergleichbare Präparate wie sie beispielsweise für Balkonblumen zum Einsatz kommen. Bei sogenannten NPK-Düngern (NPK = Stickstoff – Phosphor – Kalium) gibt die erste Zahl (hier 4 bzw. 6) den Stickstoff-, die zweite den Phosphor- (hier 6 bzw. 3) und die letzte den Kaliumgehalt an. Bei stickstoffbetonten Düngern ist die erste Zahl die höhere, bei phosphorbetonten die zweite.

Ein paar Hinweise zum Schnitt. Grundsätzlich gilt „alles Grüne ist tabu“ und wird somit nicht geschnitten. Wir warten, bis Blätter, Wurzeln oder Blütentriebe vollständig vertrocknet sind. Eine Ausnahme bilden die Blütenstängel, die wir auch schon mal im grünen Zustand kürzen können. Ein scharfes Cuttermesser leistet hier gute Dienste. Wollen wir unserer Phalaenopsis eine Blühpause gönnen, sie braucht die bisweilen, um neue Kräfte zu sammeln, dann kürzen wir den Stängel möglichst weit unten. Lassen wir drei oder vier Knoten stehen, treibt eventuell aus einem schlafenden Auge ein neuer Blütenstängel aus. Mehr als zweimal sollte man das aber nicht machen, danach gönnt man der Pflanze eine Blühpause, indem man den Stängel etwa 1,5 cm über dem ersten Knoten abtrennt.

Foto 17: Bei dieser Orchidee wurden die Stängel nach der Blüte gekürzt. Aus sogenannten schlafenden Augen entstanden an den Knoten neue Blütenstängel. Der Blütenflor wird aber in der Regel kleiner ausfallen, als bei einem neuen Stängel nach einer Ruhephase.

Foto 18: Bisweilen bildet sich an einem abgeschnittenen Blütenstängel anstelle einer neuen Blüte ein Ableger, den man abtrennen kann, wenn er groß genug ist und ausreichend Wurzelwerk gebildet hat. In der Regel ist das frühestens nach einem Jahr der Fall. Man schneidet einfach den Stängel ober- und unterhalb des Ablegers durch, so dass ein gut fünf Zentimeter langes Stück verbleibt. Vor dem Eintopfen empfiehlt es sich, die Schnittstellen zwei bis drei Tage trocknen zu lassen. Eintauchen der Schnittstellen in Zimtpulver soll diese desinfizieren. Im Unterschied zu diesem Stielkindel gibt es auch sogenannte Stammkindel, die sich unten an der Mutterpflanze bilden und schwieriger abzutrennen sind. Man kann sie auch dort belassen.

Von Zeit zu Zeit wird es erforderlich sein, eine Phalaenopsis umzutopfen. Das ist der Fall, wenn der Topf vor lauter Wurzeln überquillt oder das Substrat langsam aber sicher zerfällt. Man nimmt dann den nächstgrößeren Topf, er sollte nämlich nicht überdimensioniert sein, und nutzt die Gelegenheit, um altes, trockenes oder gar fauliges Wurzelwerk mit einer guten Gartenschere zu entfernen. Geeignetes Orchideensubstrat erhält man im Gartenhandel. Man kann auch blühende Exemplare umtopfen, einfacher geht es allerdings während der blütenfreien Zeit.

Foto 19: Zum Umtopfen wird die Orchidee vorsichtig aus ihrem alten Topf herausgeholt. Eine darunter stehende Schale fängt das Substrat auf. Die Wurzeln können aber mehr oder weniger fest an den Wandungen sitzen. Da Orchideen als Epiphyten üblicherweise an den Ästen von Bäumen haften, muss man, um sie vom Topf zu lösen, den Behälter etwas kneten, was bei Kunststoff kein Problem darstellt.

Foto 20: Danach kommt die Pflanze in den nächstgrößeren Topf, ich verwende ausschließlich solche aus transparentem Material. Nur so kann man erkennen, ob das Wurzelwerk gesund, noch feucht oder trocken ist.

Foto 21: Den Topf mit neuem Orchideensubstrat zu füllen, ist etwas Fummelei. Man muss ein wenig klopfen und schütteln, damit es bis unten zwischen das Wurzelwerk rutscht.

Bild 22: Beim Bummel durch die Orchideenabteilungen kann man vereinzelt auch Exemplare mit einer etwas abweichenden Blütenform entdecken.

Foto 23: Sie haben es wahrlich nicht verdient entsorgt zu werden sobald sie verblüht sind, wenngleich erst dieses verschwenderische Verhalten der Verbraucher sie zu der preiswerten und gleichzeitig vielfältigen Massenware werden ließ, die sie heute sind. Zwei Seiten einer Medaille.

Gewebeablösungen, Dinos und Korallenbleiche

Korallen sind Tiere und Tiere müssen fressen. So einfach ist das nun mal. Vielen Meerwasseraquarianern scheint die Bedeutung dieser simplen Tatsache jedoch völlig unklar zu sein. Doch nur mit dieser Erkenntnis lassen sich so rätselhafte Probleme wie Gewebeablösungen, braune Dino-Teppiche und möglicherweise auch die berüchtigte Korallenbleiche in den Griff bekommen.

Wenn Korallen verhungern – Stephan Gohmann

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In der Biologie wird zwischen heterotrophen und autotrophen Lebewesen unterschieden. Zu den autotrophen gehören die Pflanzen. Sie sind nämlich in der Lage, mit Hilfe des Sonnenlichts Nahrung aus anorganischen Verbindungen, zu den bekanntesten zählen Kohlendioxid, Nitrat und Phosphat, zu erzeugen. Heterotrophe Wesen wie Mensch und Tier müssen organische Substanzen, also anderes Leben oder dessen Überreste und Erzeugnisse zu sich nehmen, vereinfacht ausgedrückt, sie müssen essen, um zu überleben. Was aber ist eine Koralle? Der Wirt ist ein Tier. Die Zooxanthellen, die dieser Wirt beherbergt, sind jedoch Pflanzen. In den Köpfen vieler Aquarianer hat sich seit Jahr und Tag der Gedanke festgesetzt, eine Koralle lebe hauptsächlich von „Luft und Liebe“ oder besser gesagt von Licht und dem was ihre Untermieter, die Zooxanthellen, mit Hilfe des Lichtes an Nahrung produzieren sowie von im Wasser gelösten anorganischen Verbindungen, die wir heutzutage mittels ICP analysieren, um sie mit Hilfe diverser Additive halbwegs konstant zu halten. Mehrheitlich scheint man tatsächlich dem Glauben verfallen zu sein, eine Koralle ernähre sich von Calcium, Magnesium, Karbonat und einigen Spurenelementen. Dieser Trugschluss ist der Hauptgrund, warum in Riffaquarien Dinge schieflaufen. Immer dann, wenn Aquarianer darüber rätseln, ob den Korallen möglicherweise Iod fehle, der Calciumgehalt passe, die Karbonathärte im richtigen Bereich liege oder ob irgendein anderer anorganischer Parameter wohl so sei, wie er vermeintlich sein solle und daraufhin bei festgestellten Abweichungen konstatieren, dass aus genau diesem Grunde Korallen kümmern oder gar absterben, dann liegt fast immer Nahrungsmangel in Form von Futter, also „heterotropher Nahrung“ vor.

Bild 1: Korallen (gemeint ist der Wirt, nicht seine Untermieter die Zooxanthellen), gehören zu den heterotrophen Lebewesen und die können anorganische Substanzen nicht als Nahrungsquelle nutzen. „Gewebeablösungen, Dinos und Korallenbleiche“ weiterlesen

Wasserwechsel im Aquarium

Was passiert in einem Aquarium ohne Wasserwechsel? Warum macht man den eigentlich? Welche Mengen sollten wir wechseln und in welchen Abständen? Viele Fragen mit zum Teil überraschenden Antworten.

Wasserwechsel richtig gemacht – Stephan Gohmann

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Der Wasserwechsel dient in der Aquaristik der Verbesserung der Wasserqualität. Das ist sicherlich unstrittig. Wir entfernen dadurch Schadstoffe wie Nitrat oder Phosphat, die ansonsten dazu führen würden, dass beispielsweise Algen wachsen und das will ja nun wirklich niemand. Also tauscht man treu und brav mehr oder weniger begeistert regelmäßig einen Teil des Beckeninhalts gegen Frischwasser. Wieviel und wie oft, darüber streiten die Gelehrten.

„Der See im Glas“ von Wolf Durian, erschienen 1951, propagiert noch den Altwasserkult unserer „aquaristischen Vorfahren“ [1]. „Wie der Wein so wird auch das Wasser im Aquarium mit den Jahren immer besser“, heißt es darin. Auch wenn das Ganze reichlich überholt klingt, im Meerwasserbereich gibt es tatsächlich wieder Akteure, die den Wasserwechsel für überflüssig erklären.

„Wasserwechsel im Aquarium“ weiterlesen

Vögel füttern.

Das Füttern von Vögeln erfreut sich zunehmender Beliebtheit, wie die steigende Zahl an Futterstationen und Futtermitteln im Handel beweist. Ich würde da durchaus von einem Trend sprechen. Allerdings wie bei allen Trends findet man hier eine Menge überflüssiger Dinge und vollmundiger Versprechungen. Was braucht man und wann sollte man wen womit füttern?

Die ganzjährige Vogelfütterung – Stephan Gohmann

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In meiner Jugend, also vor mehr als vierzig Jahren, da gab es im Garten meiner Eltern immer eine Vielzahl an Singvögeln. Spatzen, Rotkehlchen, Dompfaffe, Amseln, Singdrosseln, Stare, diverse Finken- und Meisenarten. Eine ganze Sperlingskolonie lebte bei uns unter den Dachpfannen, da war immer was los. Die ernährten sich von dem, was mein Vater an seine Hühner verfütterte und verschwanden, als er die Hühnerhaltung aufgab. Außerdem nahm die Zahl der Obstbäume und Nutzgärten drastisch ab, was die übrigen Vogelarten mit einer deutlichen Bestandsabnahme quittierten. Nahrungsquelle weg, Vögel auch weg. So einfach ist das. Somit sind Diskussionen über eine Ganzjahresfütterung für mich bedeutungslos. Wenn ich Vögel im Garten haben möchte, dann muss es ausreichend Nahrung für sie geben. Ich möchte, nein ich will Vögel und deswegen füttere ich sie. Seit ich das mache, hat ihr Bestand wieder zugenommen, zumindest bei uns im Garten. Das finde ich schön, deswegen führe ich das fort.

Stieglitz am Futtersilo

Stieglitz am Futtersilo. „Vögel füttern.“ weiterlesen

Fotografieren mit Bokeh Effekt

Bisweilen werde ich gefragt, warum ich meine Bilder nicht vermarkte. Wie soll ich? Ich hätte dann ja weniger Zeit zum Fotografieren. Klar, wenn jemand solche Bilder schön findet und gerne eines erwerben möchte, könnte er mich diesbezüglich kontaktieren, er könnte es aber auch einfach selber machen.

Mit Bokeh gemalte Fotos – Stephan Gohmann

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Storchschnabel

Storchschnabel im Sonnenuntergang „Fotografieren mit Bokeh Effekt“ weiterlesen

Messer schärfen

Aus dem Schleifen von Messern kann man fast eine Wissenschaft machen. Hier soll allerdings es nicht um rasiermesserscharfe Damaststähle für die Liebhaber kostspieliger Klingen gehen, sondern um scharfe Werkzeuge für den Küchenalltag.

Scharfe Messer für Hobbyköche – Stephan Gohmann

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Jahrelang lagen meine keineswegs ganz billigen Messer, Qualität war mir da schon immer wichtig, neben- und übereinander in einer Küchenschublade. Dazu gehören ein Brotmesser mit Wellenschliff, das nach 25jährigem, täglichen Gebrauch immer noch klaglos seinen Dienst verrichtet, sowie ein Kochmesser, das bei Bedarf mit einem Wetzstahl geschärft wurde. Aufgrund der unsachgemäßen Lagerung aber auch vom lieblosen Hantieren mit dem Wetzstahl hat es einige unübersehbare Schleifspuren und Kratzer auf der Klinge. Die ist ferner ungleichmäßig abgenutzt, aber sie schneidet immer noch alles, was ich ihr zumute.

Nun bin ich zwar bis heute kein richtiger Messerfetischist geworden, war aber dennoch unzufrieden mit der Schärfe unserer Küchenmesser. Es ist noch gar nicht lange her, da erwarb ich beim Discounter rein interessehalber, ich wollte es einfach mal ausprobieren, ein Keramikkochmesser. Damals fand ich das richtig schön scharf, verglichen mit dem, was ich derzeit besaß, war es das wohl auch. Einen Eindruck davon, was man unter Schärfe versteht, bekam ich als ich mit meiner Familie über den Kölner Weihnachtsmarkt bummelte und am Stand eines Messerschleifers in Vietnam handgefertigte Messer aus Carbonstahl entdeckte. Deren Schärfe weckte in mir sowohl das Interesse an solchen Messern als auch den Wunsch, die selbst vernünftig schärfen zu können und ich begann, mich näher mit dieser Materie zu befassen.

Dieses Messer namens „Thang“ sah ich auf einem Weihnachtsmarkt in Köln. „Messer schärfen“ weiterlesen

Überlaufsysteme und Wasserstandsschwankungen

Überlaufsysteme sollten leise, am besten geräuschlos, wartungsarm und sicher sein. Doch immer wieder hadern Aquarianer mit Ihren Überläufen insbesondere dann, wenn unverständlicher Weise Wasserstandsschwankungen auftreten.

Der Überlauf, das unbekannte Wesen – Stephan Gohmann

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Eigentlich wollen wir uns als Aquarianer ja lieber mit unseren Bewohnern befassen, aber ganz ohne technisches Verständnis geht´s nun mal nicht.

Überlaufsysteme zum Betrieb eines Aquariums mit Unterschrankfilter gehören für manchen einen Aquarianer, so mein Eindruck, zu den großen Mysterien dieser Welt. Wofür braucht man einen Überlauf? Ein Topffilter funktioniert doch auch ohne? Nun, der Topffilter ist geschlossen und kann sich nicht im Unterschrank entleeren solange er intakt ist. Die Pumpe fördert das Wasser nach oben ins Aquarium zurück, während es andererseits durch eine Schlauch- bzw. Rohrverbindung, die im Aquarium unter Wasser endet, wieder in den Filtertopf nachströmt. Durch diese luftblasenfreie und somit vollständig mit Wasser gefüllte Leitung erhält man sogenannte „Verbundene Gefäße“. Zwei unterschiedlich hoch mit Wasser gefüllte Systeme, die miteinander in Kontakt stehen, versuchen gleich hohe Wasserstände zu erreichen, was im Falle des Topffilters daran scheitert, dass die Pumpe ständig wieder Wasser nach oben befördert, das heißt das Ganze kontinuierlich aus dem Gleichgewicht bringt und so alles am Laufen hält. „Überlaufsysteme und Wasserstandsschwankungen“ weiterlesen

Gyrospfanne mit Curryreis und Krautsalat

Gyrospfanne, Krautsalat und Curryreis sind schon ein Geschmackserlebnis. Wenn man das Fleisch aus Schweinefilet selbst zubereitet, ist es zudem wunderbar zart und bekommt angebraten in einer gut eingebrannten Eisenpfanne auf einer Induktionsplatte zusätzlich auch noch Röstaromen.

Gyrospfanne aus selbst mariniertem Schweinefilet – Stephan Gohmann

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Wir benötigen für drei Personen etwa 650 g Schweinefilet, das wir von Fett, Sehnen und Silberhaut befreit in dünne Streifen schneiden. Für die Marinade nehme ich etwa 6 EL Olivenöl, 1 TL Kochsalz, 1 EL frischen, klein geschnittenen Majoran, 1 EL frischen, klein geschnittenen Oregano, 1 TL Oregano getrocknet, 1 TL Thymian getrocknet, ¼ TL Koriander frisch gemahlen, 1 Messerspitze Zimt, 1 TL frisch gemahlenen, schwarzen Pfeffer, 1 TL Paprika edelsüß, ¼ TL Paprika rosenscharf, ¼ TL Chiliflocken, 1 TL frischen, fein geschnittenen Rosmarin ohne Stängel, 1 kleine, in Streifen oder Ringe geschnittene Zwiebel, 1 Knoblauchzehe fein gehackt. Das Ganze wird gut vermischt und mindestens sechs bis sieben Stunden, am besten über Nacht im Kühlschrank mariniert.

Das fein geschnittene Schweinefilet in seiner Marinade. „Gyrospfanne mit Curryreis und Krautsalat“ weiterlesen

Weihnachtsdeko: Holzscheit mit Lichterkette

Ein Stück Kaminholz, eine kleine Lichterkette, ein Weinglas oder ein Pinienzapfen, das ist alles was man neben etwas Heißkleber und ein paar Batterien benötigt, um eine stimmungsvolle Weihnachtsdeko zu basteln. Seht wie´s geht.

Nicht nur zur Weihnachtszeit uns dieser Klotz erfreut – Stephan Gohmann

Enthält Werbung aufgrund von Markennennung.

Ob mit Pinienzapfen oder Weinglas, solch eine Weihnachtsdeko ist leicht zu verwirklichen.

Wer einen Kamin besitzt, sucht aus seinem Holzvorrat einen geeigneten, etwa 30 cm langen Scheit aus. Er sollte standfest sein, falls nicht muss man ihn mit einer Kapp- oder Kreissäge begradigen. Für die Lichterkette ist ein Riß im Holz ideal. Findet man keinen Scheit mit bereits vorhandenem Spalt, muss man selbst dafür sorgen. Ich mache das mit einem Beil oder Flachmeißel und einem Hammer. Das Beil beziehungsweise der Meißel wird oben an der Kante angesetzt und mit dem Hammer ein Stück hinein geschlagen. Das ist ungefährlicher, als mit dem Beil selbst ins Holz zu hacken. Indem man das Beil oder den Meißel immer wieder ein Stück versetzt und das betreffende Werkzeug dann erneut mit dem Hammer ein Stückchen ins Holz treibt, entsteht ein Schlitz von passender Breite und Tiefe. Er sollte sich von oben bis unten durch den Scheit ziehen und muss keineswegs ganz gerade sein. „Weihnachtsdeko: Holzscheit mit Lichterkette“ weiterlesen