Vögel füttern.

Das Füttern von Vögeln erfreut sich zunehmender Beliebtheit, wie die steigende Zahl an Futterstationen und Futtermitteln im Handel beweist. Ich würde da durchaus von einem Trend sprechen. Allerdings wie bei allen Trends findet man hier eine Menge überflüssiger Dinge und vollmundiger Versprechungen. Was braucht man und wann sollte man wen womit füttern?

Die ganzjährige Vogelfütterung – Stephan Gohmann

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In meiner Jugend, also vor mehr als vierzig Jahren, da gab es im Garten meiner Eltern immer eine Vielzahl an Singvögeln. Spatzen, Rotkehlchen, Dompfaffe, Amseln, Singdrosseln, Stare, diverse Finken- und Meisenarten. Eine ganze Sperlingskolonie lebte bei uns unter den Dachpfannen, da war immer was los. Die ernährten sich von dem, was mein Vater an seine Hühner verfütterte und verschwanden, als er die Hühnerhaltung aufgab. Außerdem nahm die Zahl der Obstbäume und Nutzgärten drastisch ab, was die übrigen Vogelarten mit einer deutlichen Bestandsabnahme quittierten. Nahrungsquelle weg, Vögel auch weg. So einfach ist das. Somit sind Diskussionen über eine Ganzjahresfütterung für mich bedeutungslos. Wenn ich Vögel im Garten haben möchte, dann muss es ausreichend Nahrung für sie geben. Ich möchte, nein ich will Vögel und deswegen füttere ich sie. Seit ich das mache, hat ihr Bestand wieder zugenommen, zumindest bei uns im Garten. Das finde ich schön, deswegen führe ich das fort.

Stieglitz am Futtersilo

Stieglitz am Futtersilo. „Vögel füttern.“ weiterlesen

Fotografieren mit Bokeh Effekt

Bisweilen werde ich gefragt, warum ich meine Bilder nicht vermarkte. Wie soll ich? Ich hätte dann ja weniger Zeit zum Fotografieren. Klar, wenn jemand solche Bilder schön findet und gerne eines erwerben möchte, könnte er mich diesbezüglich kontaktieren, er könnte es aber auch einfach selber machen.

Mit Bokeh gemalte Fotos – Stephan Gohmann

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Storchschnabel

Storchschnabel im Sonnenuntergang „Fotografieren mit Bokeh Effekt“ weiterlesen

Messer schärfen

Aus dem Schleifen von Messern kann man fast eine Wissenschaft machen. Hier soll allerdings es nicht um rasiermesserscharfe Damaststähle für die Liebhaber kostspieliger Klingen gehen, sondern um scharfe Werkzeuge für den Küchenalltag.

Scharfe Messer für Hobbyköche – Stephan Gohmann

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Jahrelang lagen meine keineswegs ganz billigen Messer, Qualität war mir da schon immer wichtig, neben- und übereinander in einer Küchenschublade. Dazu gehören ein Brotmesser mit Wellenschliff, das nach 25jährigem, täglichen Gebrauch immer noch klaglos seinen Dienst verrichtet, sowie ein Kochmesser, das bei Bedarf mit einem Wetzstahl geschärft wurde. Aufgrund der unsachgemäßen Lagerung aber auch vom lieblosen Hantieren mit dem Wetzstahl hat es einige unübersehbare Schleifspuren und Kratzer auf der Klinge. Die ist ferner ungleichmäßig abgenutzt, aber sie schneidet immer noch alles, was ich ihr zumute.

Nun bin ich zwar bis heute kein richtiger Messerfetischist geworden, war aber dennoch unzufrieden mit der Schärfe unserer Küchenmesser. Es ist noch gar nicht lange her, da erwarb ich beim Discounter rein interessehalber, ich wollte es einfach mal ausprobieren, ein Keramikkochmesser. Damals fand ich das richtig schön scharf, verglichen mit dem, was ich derzeit besaß, war es das wohl auch. Einen Eindruck davon, was man unter Schärfe versteht, bekam ich als ich mit meiner Familie über den Kölner Weihnachtsmarkt bummelte und am Stand eines Messerschleifers in Vietnam handgefertigte Messer aus Carbonstahl entdeckte. Deren Schärfe weckte in mir sowohl das Interesse an solchen Messern als auch den Wunsch, die selbst vernünftig schärfen zu können und ich begann, mich näher mit dieser Materie zu befassen.

Dieses Messer namens „Thang“ sah ich auf einem Weihnachtsmarkt in Köln. „Messer schärfen“ weiterlesen

Überlaufsysteme und Wasserstandsschwankungen

Überlaufsysteme sollten leise, am besten geräuschlos, wartungsarm und sicher sein. Doch immer wieder hadern Aquarianer mit Ihren Überläufen insbesondere dann, wenn unverständlicher Weise Wasserstandsschwankungen auftreten.

Der Überlauf, das unbekannte Wesen – Stephan Gohmann

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Eigentlich wollen wir uns als Aquarianer ja lieber mit unseren Bewohnern befassen, aber ganz ohne technisches Verständnis geht´s nun mal nicht.

Überlaufsysteme zum Betrieb eines Aquariums mit Unterschrankfilter gehören für manchen einen Aquarianer, so mein Eindruck, zu den großen Mysterien dieser Welt. Wofür braucht man einen Überlauf? Ein Topffilter funktioniert doch auch ohne? Nun, der Topffilter ist geschlossen und kann sich nicht im Unterschrank entleeren solange er intakt ist. Die Pumpe fördert das Wasser nach oben ins Aquarium zurück, während es andererseits durch eine Schlauch- bzw. Rohrverbindung, die im Aquarium unter Wasser endet, wieder in den Filtertopf nachströmt. Durch diese luftblasenfreie und somit vollständig mit Wasser gefüllte Leitung erhält man sogenannte „Verbundene Gefäße“. Zwei unterschiedlich hoch mit Wasser gefüllte Systeme, die miteinander in Kontakt stehen, versuchen gleich hohe Wasserstände zu erreichen, was im Falle des Topffilters daran scheitert, dass die Pumpe ständig wieder Wasser nach oben befördert, das heißt das Ganze kontinuierlich aus dem Gleichgewicht bringt und so alles am Laufen hält. „Überlaufsysteme und Wasserstandsschwankungen“ weiterlesen

Gyrospfanne mit Curryreis und Krautsalat

Gyrospfanne, Krautsalat und Curryreis sind schon ein Geschmackserlebnis. Wenn man das Fleisch aus Schweinefilet selbst zubereitet, ist es zudem wunderbar zart und bekommt angebraten in einer gut eingebrannten Eisenpfanne auf einer Induktionsplatte zusätzlich auch noch Röstaromen.

Gyrospfanne aus selbst mariniertem Schweinefilet – Stephan Gohmann

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Wir benötigen für drei Personen etwa 650 g Schweinefilet, das wir von Fett, Sehnen und Silberhaut befreit in dünne Streifen schneiden. Für die Marinade nehme ich etwa 6 EL Olivenöl, 1 TL Kochsalz, 1 EL frischen, klein geschnittenen Majoran, 1 EL frischen, klein geschnittenen Oregano, 1 TL Oregano getrocknet, 1 TL Thymian getrocknet, ¼ TL Koriander frisch gemahlen, 1 Messerspitze Zimt, 1 TL frisch gemahlenen, schwarzen Pfeffer, 1 TL Paprika edelsüß, ¼ TL Paprika rosenscharf, ¼ TL Chiliflocken, 1 TL frischen, fein geschnittenen Rosmarin ohne Stängel, 1 kleine, in Streifen oder Ringe geschnittene Zwiebel, 1 Knoblauchzehe fein gehackt. Das Ganze wird gut vermischt und mindestens sechs bis sieben Stunden, am besten über Nacht im Kühlschrank mariniert.

Das fein geschnittene Schweinefilet in seiner Marinade. „Gyrospfanne mit Curryreis und Krautsalat“ weiterlesen

Weihnachtsdeko: Holzscheit mit Lichterkette

Ein Stück Kaminholz, eine kleine Lichterkette, ein Weinglas oder ein Pinienzapfen, das ist alles was man neben etwas Heißkleber und ein paar Batterien benötigt, um eine stimmungsvolle Weihnachtsdeko zu basteln. Seht wie´s geht.

Nicht nur zur Weihnachtszeit uns dieser Klotz erfreut – Stephan Gohmann

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Ob mit Pinienzapfen oder Weinglas, solch eine Weihnachtsdeko ist leicht zu verwirklichen.

Wer einen Kamin besitzt, sucht aus seinem Holzvorrat einen geeigneten, etwa 30 cm langen Scheit aus. Er sollte standfest sein, falls nicht muss man ihn mit einer Kapp- oder Kreissäge begradigen. Für die Lichterkette ist ein Riß im Holz ideal. Findet man keinen Scheit mit bereits vorhandenem Spalt, muss man selbst dafür sorgen. Ich mache das mit einem Beil oder Flachmeißel und einem Hammer. Das Beil beziehungsweise der Meißel wird oben an der Kante angesetzt und mit dem Hammer ein Stück hinein geschlagen. Das ist ungefährlicher, als mit dem Beil selbst ins Holz zu hacken. Indem man das Beil oder den Meißel immer wieder ein Stück versetzt und das betreffende Werkzeug dann erneut mit dem Hammer ein Stückchen ins Holz treibt, entsteht ein Schlitz von passender Breite und Tiefe. Er sollte sich von oben bis unten durch den Scheit ziehen und muss keineswegs ganz gerade sein. „Weihnachtsdeko: Holzscheit mit Lichterkette“ weiterlesen

Camellia sasanqua – Die Herbstkamelie

Seit vielen Jahren pflege ich in unserem Garten hier in Osnabrück, immerhin in Winterzone 7b [3] Kamelien, allerdings Camellia japonica Hybriden. Die blühen dann als ausgepflanzte Exemplare im Frühjahr, so von März bis Mai und das war´s dann für den Rest des Jahres. Nun reizte es mich, die Wintertauglichkeit der herbstblühenden Camellia sasanqua zu erproben.

Meine herbstblühenden Gartenkamelien – Stephan Gohmann

Zur Zeit pflege ich zwei Camellia sasanqua Zuchtformen, „Yuletide“ und „Cleopatra“. Es können bis zu drei Meter hohe Büsche werden, heißt es. Meine sind vielleicht 60 cm hoch.

Es wird ja immer wieder empfohlen, Kamelien in der ersten Jahreshälfte zu erwerben und sie, damit sie noch gut einwurzeln können, bis zum Juli im Garten auszupflanzen. Das ist bei den C. japonica Sorten auch kein Problem, bekommt man sie doch von Dezember bis ins Frühjahr hinein. Anders sieht das bei C. sasanqua aus. Die blühen erst oder richtiger gesagt schon im Spätherbst, also vor den „Japonicas“. Meine kaufte ich im November, sie werden halt zur Blütezeit angeboten. Sie im beheizten Haus zu überwintern, dürfte wie bei allen Kamelien problematisch sein. Deswegen pflanzte ich meine beiden noch im November in unserem Garten aus. Ich wählte schattige Stellen, an denen sie zumindest vormittags keine Wintersonne und generell wenig Ostwind erhalten. Speziell bei Frost vertragen Kamelien Sonne sehr schlecht, insbesondere wenn Blätter und Boden gefroren sind. Die Blätter tauen dann auf, beginnen Wasser zu verdunsten, doch vom gefrorenen Wurzelwerk kann keines nachströmen. Das führt dann zu Verbrennungen. Ansonsten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kamelien Frostschäden am Laub binnen eines Jahres völlig problemlos regnerieren können. Insofern wollte ich es nach den positiven Erfahrungen mit den Frühjahrsblühern nun mit den „Sasanqua´s“ probieren [1 + 2]. Die sollen übrigens sogar als Heckenpflanze geeignet sein [6], in unseren Breiten wäre ich mir da aber nicht so sicher. „Camellia sasanqua – Die Herbstkamelie“ weiterlesen

Der beste Wok von allen

Woks gibt es in allen möglichen Variationen und Preisklassen. Aber welcher ist der beste? Dazu müssen wir uns vorab ein klein wenig mit dem „Wok-Kochen“ befassen.

Mein billiger Küchenwok – Stephan Gohmann

Chinesisches Essen, zumindest das, was wir hier in Deutschland darunter verstehen, war schon immer mein Ding und demzufolge musste bereits früh ein eigener Wok her. Es war keine billige Variante, gefertigt aus Gusseisen, die ich in einem renommierten Fachgeschäft für Küchenzubehör erwarb. Niemand wird behaupten, dass das Essen, das ich darin zubereitete schlecht schmeckte, keineswegs, was mich jedoch erstaunte waren die in meinen Kochbüchern angegebenen Zeiten. Da wurde alles nur wenige Minuten gegart, bei mir dauerte das immer erheblich länger.

„Der beste Wok von allen“ weiterlesen

Taleggio aus Italien

Käsetheken sind für Käseliebhaber Fluch und Segen zugleich. Die Auswahl ist beinahe erdrückend, dennoch macht es Spass, zeitweise mal was Neues auszuprobieren. Dieses Mal entschied ich mich für Taleggio, eine sehr alte Käsesorte.

Taleggio, der würzige Italiener – Stephan Gohmann

(Enthält Werbung aufgrund von Markennennung)

Trotz des Schimmels ist dieser Käse keineswegs schlecht, ganz im Gegenteil.

Vorab das wichtigste, die Aussprache: Taledscho (https://de.langenscheidt.com/italienisch-deutsch/taleggio),

Es soll ja halbwegs vernünftig klingen, wenn wir ihn bestellen. Schließlich liegt er nicht immer vornean in der Theke, so dass man nur auf ihn zeigen muss. Sein Markenzeichen ist die essbare, rötliche Rinde mit mehr oder weniger viel Schimmel darauf. Letzterer gehört zu diesem Käse und kann mitgegessen werden. Ich hab´s ausprobiert. Ist schon länger her, ich lebe noch und mir wurde auch nicht flau im Magen. Ganz im Gegenteil. Man kann den Schimmel aber auch abkratzen. „Taleggio aus Italien“ weiterlesen