Schnelle Küche: Frische Bratwurst

Bei uns wird eigentlich immer gekocht. Fertiggerichte sind tabu, die Imbissbude ist eine absolute Ausnahme. Obwohl wir berufstätig sind, schaffen wir es problemlos, täglich in meist recht kurzer Zeit ein vernünftiges Menü auf den Tisch zu bringen. Hier kommt eines dieser Gerichte.

Frische Bratwurst mit Kartoffeln, gebräunter Butter und Salat – Stephan Gohmann

Bisweilen werde ich gefragt, warum wir neben unserem Kugelgrill auch noch einen Gasgrill besitzen. Nun, in der Woche nach Feierabend, wenn Zeit und Lust zum Kochen streng gegen Null gehen, der Magen aber dennoch nach etwas Vernünftigem verlangt, dann ist so ein Gasgrill der ideale Kompromiss. Anschalten, fünf bis zehn Minuten warten, schon ist er heiß und es kann losgehen, im Winter wie im Sommer. Diesmal legen wir eine Alugrillschale auf den Rost und eine entsprechende Anzahl frischer Bartwürste, sagen wir mal zwei pro Person, darauf. Der Grill steht nicht ganz auf höchster Stufe, das ist aber auch geräteabhängig. Die billigeren Gasgrills heizen weniger gleichmäßig, da muss man vorsichtiger zu Werke gehen, damit die Wurst nicht stellenweise verbrennt.

Auf diesem recht preiswerten Grill muss man die Wurst etwas länger und mit weniger Hitze grillen, sonst bräunt sie sehr ungleichmäßig. „Schnelle Küche: Frische Bratwurst“ weiterlesen

Spargel und Schinken mit Kartoffeln in gebräunter Butter

Aufgrund seines Eigengeschmacks bedarf dieses Gemüse meines Erachtens nur weniger Zutaten und auch die Beilagen sollten so gewählt werden, dass sie den Spargel geschmacklich nicht überdecken, sondern eher betonen.

Das wohl leckerste Gemüse der Welt – Stephan Gohmann

Auch wenn grüner Spargel fast noch besser schmecken und auch gesünder sein soll, er kann Bleichspargel in keinster Weise das Wasser reichen. Mit Ausnahme von etwas Salz und Butter bedarf es keinerlei weiterer Zutaten, um ein perfektes Menü auf den Tisch zu zaubern. Kochen könnte eigentlich kaum einfacher sein. Dennoch muss man auch hier wissen, was zu tun ist.

Ein guter Schinken, Bleichspargel und Kartoffeln mit gebräunter Butter ergeben ein unschlagbares Essen. „Spargel und Schinken mit Kartoffeln in gebräunter Butter“ weiterlesen

Wasser aus gekühlter Karaffe

Im Sommer gemütlich auf Terasse oder Balkon sitzend den Feierabend genießen, derweil man ein gekühltes Mineralwasser mit Minze und Limette schlürft, so kommt Urlaubsfeeling auf. Mit ganz einfachen Mitteln lässt sich dieses Gefühl auch außerhalb der Ferien erzeugen und bereichert so den Alltag bereits tagsüber in Form von Vorfreude.

Meine Wasserkaraffenphilosophie – Stephan Gohmann

Wasser als Getränk ist natürlich ganz schön uncool. Wenn schon trinken, dann wenigsten Cola, Bier oder Wein. Hauptsache zucker- oder alkoholhaltig. Das mit der Gesundheit und dem Übergewicht wird ja völlig überbewertet. Wir kochen auch nicht mehr selber, sondern schlagen uns auf die Schnelle den Bauch mit Fertiggerichten aus Imbissbude, Dose oder Kühltruhe voll. Helles Mehl und Zucker sorgen dafür, dass Bauchumfang und Volkskrankheiten wie Allergien, Migräne, Schlafstörungen oder Gelenkschmerzen rapide zunehmen. Ließen wir diese beiden Lebensmittel weg, indem wir sie weitestgehend durch entsprechende Alternativen ersetzen, würden wir vielfach feststellen, dass die lästigen Pfunde wie von alleine zu purzeln begännen. Doch wir haben gar keine Zeit mehr, uns mit der Ernährung zu befassen, müssen schließlich Geld verdienen, teure Dinge besitzen, den Nachbarn neidisch machen. Verzicht ist nicht so unsere Sache. Blöd, dass sich dieser Wohlstand bis ins Ausland rumgesprochen hat und nun mancherlei Volk, Ihren zerbombten oder perspektivlosen Heimatländern entfliehend, an unsere Türen klopft und uns zwingt, Mittel und Wege zu finden, damit die sich nicht an unserem Überfluss bereichern. Erschreckend, wie sich die Einstellung, „was geht uns anderer Leute Elend an“, in den Köpfen allzu vieler festsetzen konnte. Ein wahrlich beschämendes Bild, dass ich hier zeichnen muss, das keinesfalls mit den Taten einiger Terroristen in Europa zu entschuldigen ist. Ganz im Gegenteil, man stellt sich in der Radikalität seiner Ansichten mit ihnen auf eine Stufe und das anscheinend nur aus einem Neidgefühl heraus.

Aber was hat das alles mit einer Karaffe Wasser zu tun? Nun, diese Karaffe steht für Bescheidenheit, Lebensart und Gesundheit im Gegensatz zu Egoismus, Gier und Überfluss. Weniger ist mehr. So einfach und simpel kann das Leben sein und trotzdem so schön oder hässlich.

Schönheit kommt bisweilen sehr schlicht und bescheiden daher.

Aber verlassen wir nun diese düsteren, perfiden Gefilde und wenden uns trotz allem den, wenn auch kleinen, Annehmlichkeiten des Daseins zu, den Urlaubsgefühlen auf heimischer Terrasse, die ich nur zu gern allen Menschen auf unserem gemeinsamen Planeten zuteil werden ließe. „Wasser aus gekühlter Karaffe“ weiterlesen

Schweinefilet süß sauer aus dem Wok

Süß saure Gerichte verbinden wir vor allem mit asiatischem Essen. Ob die für die chinesische Küche typisch sind, vermag ich nicht zu beurteilen, dass sie prima schmecken sehr wohl.

Süß plus sauer gleich lecker – Stephan Gohmann

(Enthält Werbung aufgrund von Markennennung)

Wir benötigen 550 bis 600 g Schweinefilet, ferner eine rote und eine gelbe Paprika. Dann noch 400 g tiefgefrorene Erbsen, 200 g Mungobohnenkeime oder Sojasprossen, 250 g Champignons, ich bevorzuge die braunen, und eine frische Ananas. Für die Marinade mischen wir mit einem Schneebesen zwei Eigelb, einen Teelöffel Salz und je zwei Esslöffel Sojasauce, Wasser und Kartoffelstärke. Das Schweinefilet wird von seiner Silberhaut befreit und in dünne Scheiben geschnitten, von denen wir die größeren zusätzlich noch halbieren, um dann alles mit der Mariande zu vermischen. Bei Zimmertemperatur lassen wir das Fleisch wenigsten eine Stunde marinieren.

Die Marinade vermischen wir mit einem Schneebesen, so dass die Stärke keine Klümpchen bildet.

Dem mit der Mariande gemischten, zerteilten Schweinefilet geben wir wenigstens eine Stunde Zeit, um zu marinieren und auf Zimmertemperatur zu kommen.

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Heringssalat

Hering gehört zu den Lebensmitteln, auf die ich sehr gut verzichten kann. Dennoch mag ich Heringssalat, sofern dieser nicht zu sehr nach Fisch schmeckt und keine Gräten enthält.

Ein Heringsalat nach meinem Geschmack – Stephan Gohmann

(Enthält Werbung aufgrund von Markennennung)

Obwohl ich kein Freund von Hering und Industrieprodukten bin, mache ich hier gleich zweimal eine Ausnahme. Wir verwenden Hering und den auch noch in Form eines industriell gefertigten Heringtopfes. Allerdings hat das einen ganz simplen Grund. Die Heringsfilets darin sind absolut grätenfrei, sehr zart und die Sahnesauce lässt sich gleich mit verwenden.

Diese Sahne-Heringsfilets (Nordholmer Friesentopf von Aldi Nord) sind unsere Ausgangsbasis. Wir benötigen zwei Schälchen.
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Fruchtiges Möhren-Zuckererbsengemüse

Möhren oder Erbsen, in Wasser mit Brühe und Salz gegart, schmecken zu vielen Gerichten. Man kann dieses Gemüse aber auch mit etwas mehr Pfiff zubereiten. Schließlich will das Auge auch seinen Teil.

Augenschmaus und Gaumenfreude – Stephan Gohmann

Wenn die Zeit es erlaubt, bringe ich gerne mal ein wenig Abwechslung in unseren Menüplan. Da mag nun der eine oder andere vermuten, meine Familie könne nicht kochen. Nein, einfach nur, weil es Spass macht Neues auszuprobieren. Diesmal hatte ich Vitelotte, eine blauviolette Kartoffel, bei einem Discounter entdeckt und spontan mitgenommen. Ich kannte die zwar vom Namen her, probiert hatte ich diese festkochende Sorte aber noch nie. Als Gemüse stellte ich mir dazu irgendetwas Farbiges vor. Möhren, am Stück gegart zum Beispiel. In den Tiefen des Internets entdeckte ich ein Rezept, wo sie mit Zuckerebsen, Orangensaft, Honig und Chili zubereitet wurden. Das wollte ich leicht modifiziert einmal ausprobieren.

Möhren, Zuckererbsen, Mungobohnenkeime und selbst gepresster Orangensaft, so lautet die Zutatenliste. Außerdem braucht man noch Chiliflocken, des weiteren eine halbe Limette, sowie Pfeffer, Salz und Stevia. „Fruchtiges Möhren-Zuckererbsengemüse“ weiterlesen

Filetspieße mit Orangensalat und Avocado-Venaigrette

Für dieses Gericht benötigen wir etwas Zeit zum Marinieren sowie einen Kugelgrill für direktes und indirektes Grillen. Gemeinsam mit dem fruchtigen Orangensalat entsteht so eine sehr leckere Geschmackskomposition.

Filetspieße auf fruchtige Art – Stephan Gohmann

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Das Rezept für den Salat fand ich in der Zeitschrift „Schrot und Korn“, dort allerdings kombiniert mit in Avocado gebackenen Speigeleiern. Die Eier sind in meinen Augen allerdings alles andere als eine Offenbarung, da musste also was anderes her, etwas das mit dieser Beilage harmoniert.

Der Salat ist schon rein optisch ein Genuss, aber was isst man dazu? „Filetspieße mit Orangensalat und Avocado-Venaigrette“ weiterlesen

Schweinefilet mit Mango, Limette und Curry im Wok

Mit Schweinefilet lassen sich viele wunderbare Gerichte kreieren. Auch im Wok habe ich damit schon so mancherlei ausprobiert. Dieses hier zeichnet sich durch seine frische, fruchtige Note aus.

Frisch fruchtiges Schweinefilet aus dem Wok – Stephan Gohmann

(Enthält Werbung aufgrund von Markennennung)

Schweinefilet hat einen großen Vorteil. Es ist eigentlich immer überall verfügbar und ergibt bei guter Zubereitung ein recht zartes Fleisch. Dennoch kann man auch hier das Ganze noch etwas toppen, indem man sich beispielsweise Filet vom Iberico Schwein gönnt. Das ist dann allerdings nicht mehr an jeder Ecke zu haben. Für dieses Wokgericht reicht aber auch ein ganz normales Schweinefilet aus. Für vier bis fünf Personen sollten es gute 600 g sein. Wir tupfen es trocken, befreien es von den Sehnen und schneiden es in etwa 5 mm starke Scheiben.

Hier die Zutaten für die Marinade des Schweinefilets auf einen Blick. „Schweinefilet mit Mango, Limette und Curry im Wok“ weiterlesen

Seelachs vom Gasgrill

Wenigstens einmal pro Woche sollte Fisch auf den Tisch kommen, so die Empfehlung von Ernährungsberatern. Versucht man dann aber herauszufinden, welche Arten nicht überfischt sind, bleibt außer Karpfen oder Forelle kaum etwas übrig. Somit muss man einen Kompromiss schließen, der so aussehen könnte, dass man bisweilen seiner Gesundheit und dazwischen den Fischbeständen etwas Gutes tut.

Seelachs mit einer Prise schlechtem Gewissen – Stephan Gohmann

Der Seelachs ist trotz seines Namens gar kein Lachs, er gehört zu den Dorschen. Ich kann mich an Zeiten erinnern, und die sind noch gar nicht so lange her, da durfte man ihn aufgrund stabiler Bestände bedenkenlos verzehren. Inzwischen scheint sich das gewandelt zu haben, da ich aber Hering lediglich als Salat für genießbar halte und auch nicht ständig nur Karpfen oder Forelle essen möchte, gönne ich mir und meiner Familie hin und wieder mal etwas Seelachsfilet. Für drei Personen dürfen es gute 800 g sein, wenn möglich drei kleinere Filets, große muss man sinnvoll aufteilen. Die Gräten sitzen im vorderen Bereich, also niemandem nur solche Stücke zuteilen. Wir besorgen uns frischen Fisch vom Fischhändler unseres Vertrauens. Seelachs soll übrigens von Dezember bis Januar am besten schmecken, aufgefallen ist mir das allerdings noch nicht.

Die Zubereitung ist wirklich einfach. Wir brauchen drei ausreichend lange Stücke Alufolie. Der Fisch muss in der Länge jeweils draufpassen, die Folie sollte an beiden Seiten ruhig zehn Zentimeter überstehen. Die Filets mit Haushaltsapier trocken tupfen, danach auf beiden Seiten salzen und pfeffern. Wir schneiden von einem Stück Kräuterbutter dünne Scheiben und legen drei bis vier auf die Alufolie und die Filets darüber. Nicht zu viel Kräuterbutter verwenden, sonst läuft die in den Grill. Der Fisch muss nicht darin schwimmen. Ich persönlich mag es sogar recht gerne, wenn nur ganz wenig Kräuterbutter benutzt wird und das Filet von unten ganz leicht anbrennt. Meine Familie steht da weniger drauf.

Man legt den Fisch zunächst an den Rand der Alufolie, um in der Mitte Platz für die Kräuterbutter zu haben. Danach kommen die Filets auf die Butterstücke. „Seelachs vom Gasgrill“ weiterlesen

Joghurt selber machen

Im Handel findet man seit Jahren probiotische Joghurts. Allerdings ist deren Nutzen durchaus umstritten. Ein leckerer Naturjoghurt enthält möglicherweise sogar mehr Bakterienkulturen, schmeckt ebenso gut und lässt sich recht einfach selbst herstellen. Selbst der erforderliche Joghurtzubereiter kostet nicht die Welt.

Wir machen unseren eigenen Joghurt – Stephan Gohmann

(Enthält Werbung aufgrund von Markennennung)

Wie entsteht überhaupt so ein Joghurt? Man nimmt ganz normale Milch und gibt bestimmte Bakterienstämme hinzu. Diese vergären den in der Milch enthaltenen Milchzucker zu Milchsäure. Dabei wird die Milch dickflüssig und wir erhalten Joghurt. Es gibt Bakterienstämme, die erzeugen einen milden Joghurt, andere einen eher sauren. Ich besorgte mir in einem BioMarkt Joghurtkulturen der Firma A. Vogel. Diese enthalten in gefriergetrockneter Form, eingeschweißt in drei Portionsbeutel die beiden Arten Streptococcus thermophilus und Lactobacillus delbrückii subsp. bulgaricus. Letzterer sorgt dafür, dass ein relativ saurer Joghurt entsteht. Enthalten die Kulturen Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium bifidum resultiert daraus ein milder Joghurt, heißt es.

Wir benötigen zur Joghurtherstellung die erwähnten Kulturen, ferner einen Liter Milch, Magermilchpulver, ein Thermometer, einen Schneebesen, ein Litermaß und einen ausreichend großen Topf. Außerdem muss der Joghurt 6-8 Stunden bei etwa 45°C reifen, das geschieht zum Beispiel in einem Joghurtzubereiter. „Joghurt selber machen“ weiterlesen