Heringssalat

Hering gehört zu den Lebensmitteln, auf die ich sehr gut verzichten kann. Dennoch mag ich Heringssalat, sofern dieser nicht zu sehr nach Fisch schmeckt und keine Gräten enthält.

Ein Heringsalat nach meinem Geschmack – Stephan Gohmann

Obwohl ich kein Freund von Hering und Industrieprodukten bin, mache ich hier gleich zweimal eine Ausnahme. Wir verwenden Hering und den auch noch in Form eines industriell gefertigten Heringtopfes. Allerdings hat das einen ganz simplen Grund. Die Heringsfilets darin sind absolut grätenfrei, sehr zart und die Sahnesauce lässt sich gleich mit verwenden.

Diese Sahne-Heringsfilets (Nordholmer Friesentopf von Aldi Nord) sind unsere Ausgangsbasis. Wir benötigen zwei Schälchen.

Man muss aber schon ein wenig Schnippelarbeit darauf verwenden, um einen guten Heringssalat auf die Beine zu stellen. Mal eben auf die Schnelle ist das nicht getan. Wir benötigen Rote Bete, entweder vorgegart oder roh. Bei rohen können wir gleich noch mal eine Stunde für das Kochen dieses Gemüses einplanen. Mit einer Gabel prüfen wir dabei von Zeit zu Zeit, ob sie gar sind. Ist das der Fall, wird die Schale durch Abschaben mit einem Messer entfernt. Zuvor und zwischendurch immer wieder unter kaltem Wasser abschrecken, das erleichtert das Schälen und kühlt die Finger.

Das Kochen der Roten Bete nimmt einige Zeit in Anspruch. Wir benötigen je nach Größe drei bis vier.

Für das Kochen von fünf Eiern müssen wir nur sechs Minuten einplanen. Die grünen Eier stammen vom schwanzlosen Araucanahuhn, schmecken aber wie normale. Sie sind weder cholesterinärmer noch sonst in irgendeiner Form gesünder, sie sehen nur anders aus. Für den Heringssalat sind sie keineswegs erforderlich.

Neben der Roten Bete und den Eiern verweden wir ein paar eingelegte Gurken, und zwei bis drei Äpfel. Bei den Gurken würde ich als Menge ein Drittel des hier abgebildeten Glases angeben.

Die Äpfel schälen und deren Kerngehäuse sorgfältig entfernen. Wir besorgen schließlich keine grätenfreien Heringe, um dann auf Kerngehäuse zu beißen. Auch die Eier schrecken wir mehrmals während des Pellens ab. So lässt sich die Schale leichter abtrennen. Und dann wird geschnippelt. Als Richtwert würde ich Würfel mit 5-6 mm Kantenlänge ausgeben. Das klappt natürlich nicht mathematisch exakt, aber die Größenordnung sollten wir halbwegs einhalten. Den Hering fischen wir aus der Sahnesauce. Das ist ein klein wenig Ferkelei, aber nicht unhygienisch. Also kein Problem, da muss die Arbeitsplatte durch. Trotz Schneidbrettchen landet immer mal was daneben.

Zunächst kommen alle Zutaten unvermischt in eine Schüssel.

Fertig verrührt sie die Sache dann so aus.

Nachdem alle Zutaten zerkleinert in eine Schüssel gegeben wurden, fügen wir noch die Sahnesauce aus einem der beiden Heringstöpfe zu und vermischen alles. Vor dem Verzehr sollte der Salat noch einige Stunden ziehen. Ich habe außerdem noch einen Esslöffel Weißweinessig untergerührt.

Auf getoastetem Roggenbrot schmeckt Heringssalat ganz vorzüglich. Gemeinsam mit einer Rindfleischbrühe ergibt das eine perfekte Mahlzeit. Übrigens sollte man die Suppe nicht nur mit Suppenfleisch kochen, eine Handvoll Roastbeef Knochen vom Schlachter liefern zusätzlichen Geschmack.

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